Grabenstetter Großhöhle
 Übersichtsplan Grabenstetter Großhöhle
Südlich des Eingangs der Falkensteiner Höhle und etwa 150 Meter talabwärts liegt linkerhand ein kleiner Felskessel, wo sich hinter der oberen Kante eines Felsens der winzige Eingang des Elsachbröllers versteckt. 1956 war Höhlenforschern aufgefallen, daß nach starken Regenfällen aus dem damals hinter Geröll und Schutt verborgenen Eingang große Wassermassen unter starkem Geräusch austraten. Der Name Bröller ist auf “brüllen” zurückzuführen und hat sich als Name für solche unberechenbaren Quellhöhlen eingebürgert.
1961 legten Stuttgarter Höhlenforscher den Eingang frei und drangen mehrere hundert Meter in die durchweg äußerst enge und verschlammte Höhle ein. Trotz den im Vergleich zur Falkensteiner Höhle wesentlich kleiner dimensionierten Gängen, stellte man bald die Vermutung auf, daß beide Höhlen früher ein einziges System gebildet hätten. Dieses sei durch den rückschreitenden Einschnitt des Elsachtales in zwei hydrologisch unabhängige Teile getrennt worden. Der dann 1976 entdeckte großräumige “Urfalkensteiner Gang” bestätigte diese Vermutung. Heute wird der enge Eingangsbereich als Seitenast der damaligen Großhöhle angesehen und der “Urfalkensteiner Gang” als deren südliche Fortsetzung.
Auf der dem Bröllereingang gegenüberliegenden südlichen Bergnase liegt hangaufwärts der Wadelbrunnen, ein etwa zwei Meter tiefes und mannsbreites Loch im Waldboden, das an seinem Grunde wenige Meter horizontal weiterzieht und sich dann in unbefahrbar engem Blockwerk verliert. Bei Hochwasser schießt eine pilzförmige Fontäne aus dem Eingang und rauscht dann als kleiner Wildbach talabwärts (Hochwasser im Januar 2011, Film von J. Fodor). Es ist sicher, daß der Wadelbrunnen einen Überlauf oder Notausgang für das Hochwasser im “Urfalkensteiner Gang” bildet. Südlich vom Wadelbrunnen liegt im Hangschutt eine weitere periodisch aktive Quelle, die jedoch noch nicht näher untersucht wurde.
Im Büchelbrunner Tal, einem kleinen Seitental der Elsach, liegt der Büchelbrunner Bröller. Diese 430 Meter lange und äußerst schwierig zu befahrene Höhle ist eine weitere Kandidatin für eine mögliche südliche Fortsetzung der Grabenstetter Großhöhle.
(Text aus: Besucherinfo Falkensteiner Höhle, Grabenstetten, 1996, S. 9)
Sehr besuchenswert ist die Homepage der AG Höhle, der Gewerblichen Schule in Tübingen!
Sendung Terra Xpress über eine (gestellte) Höhlenrettung in der Falkensteiner Höhle, 28.10.2012 beim ZDF
[Stand: 11/2012]
| Zum Thema Falkensteiner Höhle, Elsachbröller und Büchelbrunner Bröller gibt es in unseren Publikationen folgende Beiträge: |
| Jahresheft 2010: Maike Lambarth & Matthias Martin: Markierungsversuche in der Falkensteiner Höhle |
|
Jahresheft 2009, M. Lambarth + K. Lehmann: Quantitative Bestimmung von Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium in verschiedenen Quellen der Falkensteiner Höhle
|
| Magazin “Höhlen in Baden-Württemberg”, 2009, Christoph Gruner: Die Falkensteiner Höhle, Teil 1, Teil 2 |
| Jahresheft 1999, div. Autoren: Saisonale Variationen der Hydrochemie des Höhlenbaches der Falkensteiner Höhle (Schwäbische Alb, SW-Deutschland) |
| Jahresheft 1995, Thilo Müller & Franzjörg Krieg: Die Falkensteiner Höhle (7422/02) |
| Jahresheft 1995, Florian Gruner: Der Elsachbröller (7422/20) |
| Jahresheft 1994, Hans Sibbert: Höhlenforschung am Beispiel der Falkensteiner Höhle |
| Jahresheft 1994, Alexander Maier: Der Tag X – Die Höhlenrettungsaktion in der Falkensteiner Höhle am 26.2.95 |
| Jahresheft 1992, Hans Sibbert: Die Überprüfung der Vermessung der Falkensteiner Höhle |
| Jahresheft 1991, Thilo Müller: Bericht zu den elektromagnetischen Untersuchungen 1991 im Raum Grabenstetten und Sontheim |
| Jahresheft 1990, Ulrich Winter: Spaziergang und Riffstrecke in der Falkensteiner Höhle (7422/02) |
| Jahresheft 1989, Ulrich Winter: Der Eisele-Versturz: Biwak-Grabungen-Durchbruch |
| Jahresheft 1989, Stefan Mittelberg: Falkensteiner Höhle, EV-Seitengang |
| Jahresheft 1989, Robert Winkler: Falkensteiner Höhle, Seitengang 7. See |
| Jahresheft 1989, Thilo Müller & Herbert Griesinger: Das Symposium “Die Grabenstetter Großhöhle” |
| Jahresheft 1988, Rainer Witzig: Falkensteiner Höhle |
| Jahresheft 1988, Thilo Müller: Der Elsachbröller 1988 |
| Übersicht der Publikationen zur Falkensteiner Höhle, darin insbesondere: |
| Symposiumsheft Grabenstetter Großhöhle 1989 |
Wir haben 14 passende Berichte in unserem Speleo-News Archiv: 10/01/2013: Vorträge zum Blauhöhlensystem27/11/2011: Detailplan Falkensteiner Höhle und Elsachbröller erschienen13/11/2011: Bestens besuchter Gästeabend in der Falkensteinhalle08/11/2011: Gäste- und Info-Abend am 12. November08/09/2011: Detailplan Falkensteiner Höhle und Elsachbröller zur Subskription14/07/2011: Neues Jahresheft erschienen14/07/2011: Vortrag auf der Sommerbühne in Blaubeuren22/05/2011: Jugend forscht: Falkensteiner Höhle-Landessieger im Bund auf 3. Platz plus Sonderpreis14/12/2010: Verbruchgefahr Portal Falkensteiner Höhle23/10/2009: Neues Magazin: Höhlen in Baden-Württemberg08/11/2006: DVD Mordloch und Falkensteiner Höhle jetzt auch in einer Hülle24/09/2006: Übung: Nach neun Stunden war “Verletzte” aus der Höhle geholt21/09/2006: Größte Höhlenrettungsübung aller Zeiten an der Falkensteiner Höhle08/11/2005: Vorstoß in die Falkensteiner Höhle als Film auf DVD
|
|
Neueste Kommentare