p87-Höhle

Auch diese Höhle wurde bereits 1980 von Mitgliedern des CUCC entdeckt. Damals wurde sie innerhalb von 2 Tagen auf -110 m erkundet. Die Entdecker berichten über einen starken Luftzug. Sie vermuteten, dass er aus einer unerreichbaren Spalte kommt und hielten die Erforschung der Höhle damit für abgeschlossen. Erst im Jahr 2003 betraten Mitglieder der Arge Grabenstetten diese Höhle aufs Neue bei freilich völlig veränderten Schnee- und Eisverhältnissen.
Im Eingangsbereich (1.560 m) findet sich nach wie vor viel Eis, welches man vorsichtig bis zum ersten Abstieg queren muss. Es folgen zwei steinschlaggefährdete kurze Schächte, bevor das Gelände größer wird. zwei geräumigere Schächte folgen, die auf die oben erwähnte Tiefe von -110 m führen. Oberhalb des Schachtgrunds hat sich ein hausgroßer Felsblock (Gilligan’s Island) verkeilt. Hier eröffnete sich den Höhlenforschern überraschend leicht eine Fortsetzung über eine Spalte, die zu dem 70 m tiefen Brot und Spiele Schacht führt. Vom Grund dieses Schachtes hat man einen wunderbaren Blick auf die
nachfolgenden Kameraden. Der Schacht ist der Beginn einer großen ausgewaschenen Kluft, der man
am Boden folgt. Dieser ist mit feinem Sand und kleinerem Geröll bedeckt. Nach 30 m befindet sich eine kleine Schachtstufe. Eine längere, steil abfallende Passage schließt sich an, bis ein Schacht direkt in die Not so big chamber (1.265 m) der Schnellzughöhle führt.

Zur Höhlenanlage
Diese Höhle besteht aus einer reinen Abfolge von Schächten. Die Anlage gleicht sehr dem Verbindungsgang von der Stellerweghöhle zur Schnellzughöhle (Examenskluft) und ist auch dem bisherigen Hauptabstieg in die Not so big chamber sehr ähnlich.

[Robert Winkler, Stand: 03/2005]