Dettinger Höllochschacht bis 1. Mai 2018 gesperrt

Der Dettinger Höllochschacht (7422/15) ist bis 1. Mai 2018 komplett gesperrt. Grund ist ein länger laufendes Fledermausmonitoring mit Lichtschranke.

Fledermauslichtschranke im Dettinger Höllochschacht, Foto: Christian Dietz

Fledermauslichtschranke im Dettinger Höllochschacht, Foto: Christian Dietz

Im Laufe des Sommers 2016 wurde das alte Höhlentor ausgebaut und in eine Fledermauslichtschranke verwandelt, ein neues Höhlentor wurde direkt am Eingang errichtet. Ab 1. Mai 2018 ist der Zugang wieder, mit den üblichen Winterschutzzeiten, möglich.

Der Grund für diesen Umbau sind Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen des Ausgleichkonzeptes für die Felssicherung der K6706 an der Wittlinger Steige. Das Regierungspräsidium Tübingen hat in seiner naturschutzrechtlichen Entscheidung vom 23.10.2015 folgende Nebenbestimmungen zur Umsetzung am Dettinger Höllschacht aufgeführt:
– Anbringen eines neuen Fledermaustores am äußeren Eingang in Abstimmung mit der UNB.
– Durchführung eines Monitorings mit Lichtschranke an der Engstelle im Bereich des bisherigen Tores.

Die mit diesen Nebenbestimmungen verbundenen Teilaufgaben wurden vom Kreis-Straßenbauamt des Landkreises Reutlingen an das Biologisches Gutachterbüro Dietz, Haigerloch, vergeben. Hierzu gibt es einen Zwischenbericht mit dem Stand der Umsetzung bis zum 15. September 2016, dieser kann beim Biologischen Gutachterbüro Dietz angefordert werden (<Isabel.Dietz at web.de> bzw. <christian at fledermaus-dietz.de>).

Neue Eingangssituation am Dettinger Höllachschacht seit Sommer 2016, Fledermauslichtschranke im Dettinger Höllochschacht, Foto: Christian Dietz

Neue Eingangssituation am Dettinger Höllachschacht seit Sommer 2016, Foto: Christian Dietz

In einem ersten Bericht von Anfang Dezember 2016 schreibt das Biologische Gutachterbüro Dietz, dass vom 30.9. – 26.11. bereits 28.300 Durchflüge an der Lichtschranke registriert wurden. Bis Ende November haben mindestens 1.876 Fledermäuse die Höhle besucht, folgende Arten wurden dabei festgestellt: Fransenfledermaus, Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr, Bartfledermaus, Braunes Langohr und die sehr seltene Wimperfledermaus.

Zusammenfassung: T. Müller

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