Grabung an der Kocherquelle durchgeführt

Nachfolgend die Pressemitteilung zum Grabungseinsatz an der Quelle des Schwarzen Kochers.

Höhlenforscher haben am vergangenen Wochenende (14.-16. Juni 13) eine Sondierungsgrabung an der Kocherquelle gestartet. Von Freitag Abend bis Sonntag Mittag haben über 20 Höhlenforscher in Schichtarbeit versucht, in die Quellhöhle des schwarzen Kochers zu gelangen. Dabei konnte eine kleine Spaltenhöhle mit 5 Metern Länge geöffnet werden, ein Durchbruch in die sicher vorhandene große Flusshöhle gelang aber noch nicht.

Eingang der Kocherquell-Kluft; Foto: Andreas Schober

Eingang der Kocherquell-Kluft; Foto: Andreas Schober

Die Grabungen fanden aus naturschutz-rechtlichen Gründen mit einfachen Mitteln statt: Schaufeln, Spaten, Hacken und Stemmeisen waren im Einsatz.

Es wurden vor allem Gesteinsblöcke beseitigt, da das hier anstehende Weißjura Beta-Gestein durch Verwitterung vielfach zerbrochen ist. Hauptschwierigkeiten waren der verstürzte Felsbereich direkt an der Quelle und die Enge der aufgefundenen Spaltenhöhle. Die aufgrund des Hochwassers von Anfang Juni immer noch hohe Schüttung der Quelle beeinträchtigte die Arbeiten kaum. Allerdings waren dadurch im Vorfeld Bäume in den Quellbereich gefallen, die vom Bauhof der Stadt Oberkochen geräumt wurden.

Unser Dank gilt dem Team des Bauhofs und der Verwaltung der Stadt Oberkochen (Herr Thalheimer, Herr Bgm. Traub) ebenso wie Herrn Dietrich Bantel aus Oberkochen, Frau Frey von der unteren Naturschutzbehörde und dem Landesdenkmalamt für die große Unterstützung bzw. die Erteilung von Genehmigungen. Dem Landwirt Herrn Gold danken wir für die Zufahrtsmöglichkeit und das Verlegen einer Stromleitung ebenfalls.

Der gesamte Quellbereich wurde nach den Erkundungsarbeiten wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Für die Zukunft hoffen die Höhlenforscher, dass weitere Genehmigungen möglich sind, da die zu erwartende Quellhöhle des Schwarzen Kochers große Dimensionen erwarten lassen. Welche Erfolge sich durch solche Grabungen erzielen lassen, zeigten unlängst mehrere Höhlenvereine im Blautopf-Einzugsgebiet. Hier sind das Blauhöhlensystem auf mittlerweile über 10 Kilometer und die benachbarte Hessenhauhöhle auf fast 4 Kilometer Ganglänge erforscht (siehe auch www.blauhoehle.de sowie www.blauhoehle.com).

Die Sondierungsgrabung am Kocher ist durch die beiden Höhlenvereine „Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten e.V“ (www.arge-grabenstetten.de) sowie der „Höhlenforschergruppe Ostalb-Kirchheim e.V.“ (www.hfgok.de) durchgeführt worden. Weitere Höhlenforscher und Gäste waren beteiligt.

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