Baden-Württemberg – das Land der Höhle

Tropfsteinkerze in der Bärenhöhle.

BLAUBEUREN Baden-Württemberg ist das Land der Höhlen. Allein auf der Schwäbischen Alb registriert das Höhlenkataster knapp 2800 Karstobjekte, meldet heute die Deutsche Presseagentur (dpa). Tiefste Höhle ist mit 127 Metern die Laierhöhle bei Geislingen an der Steige (Kreis Göppingen), als längstes Höhlensystem zählt das Blauhöhlensystem bei Blaubeuren (Alb- Donau-Kreis), in dem 7000 Meter Ganglänge vermessen wurden – und ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Für den Tourismus sind die Höhlen von großer Bedeutung, immerhin gibt es in Baden-Württemberg 14 offizielle Schauhöhlen. So kommen zum Beispiel in die Laichinger Tiefenhöhle (Alb-Donau-Kreis), die einzige für Besucher ausgebaute Schachthöhle, zwischen 31.000 und 33.000 Besucher jährlich. In der Schachthöhle geht es auf Eisentreppen bis auf 55 Meter Tiefe hinunter. Die Sontheimer Höhle bei Heroldstatt (Alb-Donau-Kreis) gilt als älteste Schauhöhle Deutschlands, sie wurde im Jahr 1488 von Felix Fabri erstmals erwähnt, heißt es im dpa-Bericht. Und die einzige deutsche Schauhöhle im Muschelkalk findet sich ganz im Norden des Landes, im sogenannten Bauland: Die Eberstadter Tropfsteinhöhle ist zugleich Geopark-Eingangstor für den Odenwald. Weitere Schauhöhlen finden sich unter anderem in den Gutenberger Höhlen im Lenninger Tal (Kreis Esslingen), der Wimsener Höhle bei Zwiefalten (Kreis Reutlingen) oder der Erdmannshöhle bei Hasel und die Tschamberhöhle bei Karsau-Riedmatt (beide Kreis Lörrach).

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