Vortrag über den Blautopf auf der Sommerbühne in Blaubeuren

BLAUBEUREN. „Trockenen Fußes zum Mörikedom“ lautet der Titel eines Vortrags der „Arge Blautopf“ am Freitagabend, 30. Juli, auf der Sommerbühne am Blautopf.

Bis im April 2010 ein Schacht als künstlicher Zugang gebohrt wurde, war der Mörikedom nur über eine 1250 Meter lange Tauchstrecke vom Blautopf aus erreichbar. Jetzt kommen die Forscher über den Schacht an der B 28 und den Gang „Stairway to Heaven“ trocken in die Höhlenhalle. Wer aber weiter nach hinten möchte, wird weiterhin nass.

Die Forscher tragen Neoprenanzüge, um durch die Höhlenseen des Mörikedoms, des Mittelschiffs und des Äonendoms schwimmen zu können. Und auch auf dem Weg in Richtung des gut zwei Kilometer entfernten Endversturzes gehts nochmals durchs Wasser. Schwimmen, Klettern, sich durch Engstellen zwängen – die Forschung ist nach wie vor Knochenarbeit. „Ich bin da aber ganz locker unterwegs“, sagt der stellvertretende Projektleiter Andreas Kücha. Denn die schwierige Taucherei sei passé. Mitglieder der „Arge Blautopf“ haben seit April vier Touren absolviert, einmal mit Übernachtung, und dabei Gänge genau vermessen und nach Fortsetzungen gesucht. Mit Kletterausrüstung stieg Kücha beim „Friedhof der Kuscheltiere“, das ist die Stelle, an der Marderskelette gefunden wurden, in einen Schacht, der auf Fortsetzungen hoffen lässt. Die Forscher zeigen aus diesem und anderen Abschnitten phantastische Aufnahmen. Diese sind jetzt gelungen, weil ohne Zeitdruck und mit größeren Scheinwerfern gearbeitet werden konnte. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, zu Beginn ist Kabarett mit „Linkmichel“.

Autor: Joachim Striebel, SWP

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