Über 700 Erlebniswanderer auf den Spuren der “Venus”

BLAUBEUREN. Die Archäologie war wieder Thema des traditionellen Blaubeurer Erlebniswandertags am 1. Mai. Die Veranstalter, der Lions-Club Blaubeuren-Laichingen und die Stadt Blaubeuren, präsentierten den über 700 Teilnehmern, die sich trotz Regenwetters auf die 15 Kilometer lange Route gemacht hatten, neue Funde aus den Höhlen der Umgebung.

Bei der 29. Auflage des Wandertages am 1. Mai  stand die Schelklinger Venus, die älteste figürliche Menschendarstellung der Welt, im Mittelpunkt. Die etwa 40.000 Jahre alte Figur ist derzeit im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren zu sehen (wir berichteten). Die Wanderer wurden auch an den Fundort, den Hohlen Fels bei Schelklingen, geführt.  Auch das Geißenklösterle, der zweite weltbekannte Fundort im Aachtal, war Ziel der Wanderung am Mai-Feiertag.


Die Wanderer starteten am Blautopf zwischen 8 und 15 Uhr.  Während morgens noch die Sonnen blinzelte, begann es gegen Mittag zu regnen. Trotzdem starteten immer wieder größere und kleinere Wandertrupps. Eine Mammutfigur wies den Weg zum Museum, wo die Sonderausstellung „Urmutter contra Pin-Up-Girl“ besichtigt werden konnte. Entlang des Talhanges führte die Route nach Weiler – ein für Kinderwagen geeigneter Weg verlief im Tal. Erstes Ziel  auf der anderen Talseite war das Geißenklösterle. Entlang der Aach ging es dann zum Schelklinger Hohlen Fels.


Die Grabungsstelle im Hohlen Fels bei Schelklingen. FOTOS: MICHAEL RAHNEFELD


Auf dem Rückweg wartet im Tennisheim in Weiler eine Verpflegungsstelle, bevor es zurück zum Blautopf ging. Wer in seinem Wanderpass, der beim Start gekauft werden konnte, die Stempel aller Stationen gesammelt hatte, erhielt eine Wanderurkunde, er nahmzudem an der Verlosung von einem Rundflug teil.

Im Museum wie auch in beiden Höhlen gaben Fachleute den Besuchern Informationen über die Grabungen und die Funde aus der Eiszeit.

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