Neuland in der Hessenhauhöhle entdeckt

Hansjörg Schneider auf 75 Meter Tiefe in der Hessenhauhöhle. FOTO: KARSTEN GESSERT

BLAUBEUREN Mitglieder der Arge Blaukarst gelang es, am Wochenende vom 27. und 28. März in der Hessenhauhöhle (Alb-Donau-Kreis) über den „Kellerschacht“ in natürliche Hohlräume vorzudringen. Über die Hessenhauhöhle erhoffen sich die Forscher einen Zugang zum Blauhöhlensystem.

Über den „Sinterkarrenschacht“ seilten sie sich weiter in die Tiefe ab. Dieser Gangabschnitt weist schöne Sinterkaskaden auf, an manchen Stellen hat das fließende Wasser bereits wieder rinnenartige Vertiefungen in den Sinter modelliert – sogenannte „Karren“, heißt es dazu auf der Homepage der Arge Blaukarst.

Außerdem gebe es den schon aus der Seligengrundhöhle bekannte Knöpfchensinter in den neuen Höhlenabschnitten. Beim Vorstoß am Wochenende konnte bis in eine Tiefe von 79 Metern vermessen werden. Durch eine Engstelle, die noch nicht überwunden wurde, ist bereits der Blick in den nächsten Schacht möglich, berichten die Forscher. Hier stellten sie starken Luftzug fest. Da die Temperaturdifferenz zwischen Höhle und Außenluft zur Zeit sehr gering ist, wird die sogenannte barometrische Bewetterung angenommen, was sich in Höhlenwind bemerkbar macht, der durch Luftdruckschwankungen verursacht wird.

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