Neues Magazin: Höhlen in Baden-Württemberg

Titelbild des neuen Magazins

STUTTGART (ra) Baden-Württemberg ist das Land der Höhlen. Über 2600 Karstobjekte gibt es allein auf der Schwäbischen Alb, über 1000 Menschen im Land befassen sich mit Höhlenforschung.  Über die geheimnisvolle Unterwelt im Südwesten ist jetzt ein neues Magazin erschienen.

„Baden-Württemberg ist geradezu das Land der Höhlen. Die vielfältige geologische Struktur des Landes hat den Südwesten zu einem wahren Paradies für Höhlenfreunde werden lassen“, heißt es im Editorial eines eben erschienenen neuen Magazins des Staatsanzeiger-Verlags, das sich „dieser wenig bekannten wissenschaftlichen und kulturgeschichtlichen Tradition unseres Landes widmet“. Das neue Heft aus der Reihe Kulturgeschichte Baden-Württemberg entführt in die spannende Welt unter der Erde, die gerade in den letzten Jahren immer wieder neue Geheimnisse und wertvolle Erkenntnisse für Forschung und Wissenschaft preisgegeben hat.  Dass dabei gerade das Blauhöhlensystem in dem 90-seitigen, anspruchsvoll gestalteten Farbmagazin besonders stark vertreten ist, bleibt nicht aus. Gilt es doch mit der 127 Meter tiefen Laierhöhle bei Geislingen an der Steige momentan zu den interessantesten Forschungsobjekten der Speläologen (Höhlenkundler).

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Höhlenretter bei internationalem Höhenrettungswettbewerb erfolgreich

TÜBINGEN. Beim internationalen Wettbewerb für technische Rettung mit dem Seil Mitte Oktober im belgischen Namur belegte die Mannschaft der Höhlenrettung Baden-Württemberg unter 22 Teilnehmerteams den 12. Platz. Laut Ingo Bauer, dem Leiter der Gruppe, ist diese Leistung beachtlich, da die Höhlenretter aus dem Tübinger Verein die Seiltechnische Rettung im Gegensatz zu ihren Konkurrenten ehrenamtlich betreiben. Die Mannschaft war zudem das erste deutsche Team überhaupt, welches an dem Wettkampf teilnahm.

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Spatenstich fuer Eberstadter Höhlenwelten

BUCHEN. Bei den Eberstadter Hoehlenwelten ist heute der erste Spatenstich fuer ein neues Besucherzentrum gesetzt worden. Die Einrichtung wird mit rund 425.000 Euro Foerdermitteln aus dem Leaderprogramm zur Staerkung des laendlichen Raums finanziert.

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Info-Veranstaltung zur Falkensteiner Höhle

Christoph Gruner

GRABENSTETTEN. Wer sich schon immer einmal von einem Höhlenforscher  über die Geschichte und Entstehung der Falkensteiner Höhle informieren lassen wollte, hat am kommenden Sonntag, 18. Oktober, Gelegenheit dazu.

In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Schopflocher Alb laden Reiner Enkelmann von der Volunteergruppe „Naturschutzgebiet Teck“ und Christoph Gruner von der „Arge Karst und Höhle Grabenstetten“ Interessierte um 9.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ein. Es besteht die Möglichkeit einer kurzen Befahrung der Höhle.

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Bischof July setzt sich für den Abendsegler ein

STUTTGART Die Fledermausart „Großer Abendsegler“ und die bedrohte Wild-Obstart Elsbeere haben einen besonderen Paten bekommen: den Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July. Am Donnerstag pflanzte July im Garten des Bischofshauses einen Elsbeerenbaum und ließ im Gehölz einen Fledermauskasten anbringen, teilte die Landeskirche laut Evangelischem Pressedienst (epd) in Stuttgart mit.

Die Aktion will die Schöpfungsleitlinien der Kirche umsetzen, der zufolge kirchliche Gebäude und Grundstücke Lebensmöglichkeiten für Pflanzen und Tiere bieten sollen.

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Dokumentation über Rettungsaktion von 1977 im Mordloch geplant

Von links: Lutz Vasoldt, Herbert Gatz und Ralf Roseberg. FOTO: MICHAEL RAHNEFELD

EYBACH (ra) Der Südwestrundfunk (SWR) plant eine Dokumentation zu den Geschehnissen am ersten Februarwochenende 1977 im Mordloch. Damals saß eine vierköpfige Gruppe um Ralf Rosenberg in der aktiven Höhle wegen Hochwassers fest.

Der 5. bis 7. Februar 1977 dürften Ralf Rosenberg (60), Eberhard Kaubeck (58), Klaus Uwe Wiesner (49) und Thomas Höcker (48) für alle Zeiten im Gedächtnis bleiben. Damals, an einem Winterwochenende mit viel Schnee, wagte sich das Sporttaucher-Quartett in die aktive Wasserhöhle Mordloch bei Geislingen/Steige (Kreis Göppingen). Pech für die vier jungen Männer, damals im Alter zwischen 16 und 28 Jahren: Bereits bei ihrem Einstieg am Samstag schlug das Wetter um, Warmluft ließ den Schnee auf der Alb rapide schmelzen. Der Karstwasserspiegel stieg in kürzester Zeit an, das Mordloch, nur durch einen Siphon zu ertauchen, wurde zur Falle für die jungen Abenteurer.

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Ralf Rosenberg wieder im Mordloch unterwegs

GEISLINGEN Ralf Rosenberg (60), einer der Taucher, die am ersten Februar-Wochenende 1977 für 57 Stunden im Mordloch bei Geislingen-Eybach (Kreis Göppingen) eingeschlossen war, ist momentan wieder in der Höhle unterwegs. Er hat heute die Höhle als Test für eine bevorstehende SWR-Dokumentation befahren.

Rosenberg war heute mit Tauchlehrer Herbert Gatz und dem Taucher und Kameramann Lutz Vasoldt in der Höhle. Letzterer will für den Südwestrundfunk (SWR) die Dokumentation „Rückkehr ins Mordloch“ drehen. Die  Höhlenkameraden von 1977, Eberhard Kaubeck (57), Klaus-Uwe Wiesner (48) und Thomas Höcker (47), haben nach Angaben von Rosenberg, der jetzt bei Koblenz lebt und als Lkw-Fahrer seinen Lebensunterhalt verdient, keine Lust am Film mitzuwirken.

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Forscher wollen noch weiter in die Blautopfhöhle vordringen

BLAUBEUREN. Forscher erreichten in der Blautopfhöhle bei Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) zum zweiten Mal den vier Kilometer vom Blautopf entfernten Endpunkt. Sie vermuten eine Fortsetzung, schreibt Joachim Striebel heute in der Südwest Presse Ulm (SWP).

Noch gibt es keinen trockenen Zugang zu den hinteren, lufterfüllten Abschnitten der Blautopfhöhle. Eine Sondierungsbohrung für einen möglichen Forschungsschacht war Anfang September zwar erfolgreich, doch ist das Loch zu klein, um hindurchschlüpfen zu können. Das Geobüro Hundhausen wertet derzeit die Bohrkerne aus, um im Blick auf eine größere Bohrung Aussagen über die Standsicherheit des Gesteins machen zu können, heißt es im heutigen SWP-Bericht.

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