Vermisster in Elsachhöhle gefunden

BAD URACH. Eine groß angelegte Suchaktion nach einem 43 Jahre alten Mann endete am Dienstagnachmittag mit einer guten Nachricht: Er wurde schwer verletzt, aber lebend in der Nähe der Höhle Elsachbröller gefunden.

Großeinsatz an der Falkensteiner Höhle: 120 Rettungskräfte und 15 Polizisten haben dort seit Montagabend nach einem 43-Jährigen aus dem Raum Würzburg gesucht.

Er hatte an seinem Heimatort einen Abschiedsbrief hinterlassen, die Polizei suchte ihn schon seit Sonntag.

Am Montagabend wurde dann das Auto des Mannes am Wanderparkplatz an der Falkensteiner Höhle gefunden und gegen 19 Uhr die Polizei alarmiert. Anschließend lief eine groß angelegte Rettungs- und Suchaktion an, in der Hoffnung, den Mann noch lebend zu finden.

Die Helfer gingen davon aus, dass der Vermisste in Selbstmordabsicht in eine der umliegenden Höhlen gegangen war, zumal ihm eine entsprechenden Ausrüstung gehört. Aus diesem Grund wurde unter anderem die Höhlenrettung Baden-Württemberg alarmiert, die am Montag gegen 20 Uhr mit 27 Helfern eintraf.

Die ganze Nacht über suchten die Männer und Frauen die Falkensteiner Höhle ab – ohne Erfolg. Rund dreieinhalb Kilometer drangen die Retter dabei ins Innere vor, wie Einsatzleiter Alexander Maier schilderte.

Außerdem hatten die Retter die Höhle „Elsachbröller“ im Blick. Ein schwieriges Terrain für die Helfer, wie Maier schildert. Streckenweise kamen die Retter nur tauchend voran, zumal die Decke stellenweise nur 30 Zentimeter hoch ist.

Der Verdacht, der Mann könnte sich hier befinden, erwies sich schließlich als richtig. Ein Suchtrupp der Bergwacht fand den Vermissten am Dienstag gegen 12.45 Uhr oberhalb des „Elsachbröllers“.

Der Mann lag bewusstlos und verletzt in einer nur schwer zugänglichen Grotte an einem Steilhang unterhalb einer Felswand. Nach einer schwierigen Rettungsaktion konnte er in eine Klinik eingeliefert werden. Die Polizei geht davon aus, dass er sich die Verletzungen selbst beigebracht hat.

Die Bergwachtabteilungen aus Bad Urach und Pfullingen waren mit insgesamt 14 Rettern vor Ort, um das steile und unwegsame Gelände rund um die Höhlen abzusuchen.

Bereits in der Nacht hatten die Helfer die begehbaren Wege, soweit möglich, abgesucht, wie Markus Metzger, Organisationsleiter Rettungsdienste, erklärte.

Hierfür waren auch die Rettungshundestaffeln des DRK Reutlingen, Nürtingen und Stuttgart sowie des Malteser Hilfsdienstes aus Reutlingen mit 54 Mann und 20 Hunden vor Ort.

Unterstützung erhielten die Helfer zudem von den Rotkreuz-Bereitschaften aus Bad Urach, Hülben und Dettingen, fünf Rettungssanitätern und zwei Notärzten. Außerdem waren 15 Polizisten im Einsatz.

Während der Suche war die Grabenstetter Steige gesperrt, der Verkehr wurde über die B 28 umgeleitet.

Regine Lotterer

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