Höhlen im Aach- und Lonetal könnten Weltkulturerbe werden

ASSELFINGEN. Am „Hohlenstein“ im Lonetal (Alb-Donau-Kreis), dem Fundort des Löwenmenschen, gräbt das Landesamt für Denkmalpflege. Die Forscher sind dabei auf Schichten aus den letzten 10.000 bis 35.000 Jahren sowie auf Fundstücke aus der Zeit des Löwenmenschen gestoßen, berichtet die Südwest Presse (SWP).

Bei erneuten Grabungen zwischen dem 27. Juli bis Ende September will man möglichst Überbleibsel aus der Zeit der Neandertaler vor 80.000 Jahren stoßen. Zielsetzung des Landesamtes ist aber die Erhaltung des wertvollen Ortes. Jede Grabung bedeute eine Zerstörung der Fundstelle, wird Professor Claus-Joachim Kind vom Landesamt zitiert. Die weiteren Untersuchungen „haben durchaus mit unseren Bestrebungen zu tun, die Höhlen im Aach- und Lonetal, in denen bedeutende Eiszeitfunde gemacht wurden, auf die Weltkulturerbe-Liste der Unesco zu bringen“, erklärt Kind laut SWP.

Das Landesamt für Denkmalpflege erwägt, diese Auszeichnung für Fundhöhlen auf den Gemarkungen Schelklingen, Blaubeuren, Niederstotzingen und Asselfingen zu beantragen. Dazu gab es schon vor kurzem eine Besprechung in Esslingen, an der Vertreter der Kommunen teilgenommen haben.

Falls es zu einem Antrag komme und dieser Erfolg habe, werde das die Bedeutung der Schwäbischen Alb als prähistorisches Siedlungsgebiet und die der Lonetal-Höhlen im Besonderen hervorheben, sind Kommunalpolitiker im Raum Asselfingen überzeugt. Zudem erwarten sie einen Schub für den Fremdenverkehr: Das Prädikat „Weltkulturerbe“ würde die Region weithin bekannt machen, sind sie überzeugt.

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