Bei Grabung im „Seligengrund“ ein Labyrinth entdeckt

SEISSEN Die Öffnung eines Schachtes bei den Grabungen im „Seligengrund“ bei Seißen (Alb-Donau-Kreis) erbrachte für die Mitglieder der „Arge Blaukarst“ eine kleine Überraschung. Es wurde ein Labyrinth entdeckt, meldet heute die Südwest Presse Ulm (SWP).

Das Labyrinth, messe rund 100 Meter Länge, heißt es im SWP-Bericht. Die Forscher hatten einen etwa 20 Meter langen Gang unter dem Schacht vermessen,  als sie sahen, dass es hinter einem Versturz noch weitergeht. Es wurde ein Durchschlupf gegraben, dann stieß man auf große Räume.

Hinter dem Versturz entdeckten die Forscher laut SWP Schächte und Schlote und in verschiedene Richtungen abgehende Gänge. Ein fast labyrinthisches System, bezeichneten es die Forscher laut SWP. Die Hohlräume seien so hoch, dass man überall aufrecht stehen könne, einzelne Abschnitte seien bis zu acht Meter hoch, meldet die Zeitung.

Die Hauptrichtung des Labyrinths ziehe wohl nach Nordwest, in Richtung Wennenden. Genau dort wollen die Forscher hin. Sie hoffen, auf die über Wasser liegenden Abschnitte der Blautopfhöhle zu stoßen. Für die Vermutung, dass die Seligengrund-Höhle weiter geht, gibt es ein wichtiges Indiz: Am Grund eines Schachtes spürten die Mitglieder der „Arge Blaukarst“ einen Luftzug. Und der war ähnlich stark wie am Eingang. Morgen wollen die Forscher nach weiteren Hohlräumen suchen, meldet die Südwest Presse.

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