Eigenes Museum für Eiszeit-Funde der Alb geplant

STUTTGART / NIEDERSTOTZINGEN. Die spektakulären Eiszeit-Funde von der Schwäbischen Alb sollen ein eigenes Museum bekommen. Das meldet die Deutsche Presseagentur (dpa).
Rund eine Million Euro von EU, Bund, Land und Kommunen könnten für den Aufbau einer Schauhöhle eingeplant werden, hieß es laut dpa am Dienstag im Ministerium für den ländlichen Raum in Stuttgart.

Damit fände auch die älteste vollständig erhaltene Elfenbeinfigur der Welt eine neue Heimat. Die knapp vier Zentimeter lange und 7,5 Gramm schwere Mammut-Figur war im vergangenen Jahr von Tübinger Archäologen am Vogelherd bei Niederstotzingen (Kreis Heidenheim) entdeckt worden. Sie gilt als besterhaltenes plastisches Kunstwerk der Menschheitsgeschichte und ist zwischen 40.000 und 30.000 Jahre alt, berichtet die Nachrichtenagentur.

Die Planung für das Museum sei noch nicht abgeschlossen, hieß es weiter. Die EU übernehme aber 550 000 Euro und damit mehr als die Hälfte der geplanten Kosten. Insgesamt gebe es 16 originale Eiszeit-Fundstücke aus schwäbischen Höhlen, die wechselweise in der Schauhöhle gezeigt werden könnten. Sie stehen im Mittelpunkt einer Großen Landesausstellung zur Eiszeitkunst, die am 18. September in Stuttgart eröffnet wird. Die Fundstücke liegen derzeit im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg, im Württembergischen Landesmuseum und in der Universität Tübingen, so dpa.

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