Geheimnis um Schwert-Fund aus dem Blautopf gelüftet

BLAUBEUREN. Der Blautopf birgt viele Geheimnisse. Eines wurde jetzt gelüftet. Ein Schwert, das Blautopf-Pionier Manfred Keller von der Höhlenforschungsgruppe Göppingen-Eschenbach in den 60er Jahren im Quelltopf gefunden hat, wurde nun als keltische Waffe aus der Zeit von 300 Jahre vor Christus identifiziert. Blautopf-Taucher Rainer Straub und Achim Lehmkuhl, als ehrenamtlich Beauftragter der Denkmalpflege ein Experte für keltische Funde, übergaben am Freitagabend bei einer Benefizveranstaltung der Südwest Presse (SWP) in der Stadthalle von Blaubeuren das 66 Zentimeter lange Schwert und ein Stück der Schwertscheide an Blaubeurens Bürgermeister Jörg Seibold.

Erich Lauffer wird den einmaligen Fund zusammen mit einem mittelalterlichen Hiebschwert, das Manfred Keller ebenfalls zufällig und ohne zu graben im Blautopf fand und in seinem Hobbykeller lagerte, in einer Vitrine im Heimatmuseum ausstellen. Kellers Witwe hatte die Schwerter und anderen Gegenstände der „Arge Blautopf“ zur Verfügung gestellt. Die feierliche Übergabe des 2300 Jahre alten Schwertes war der  Auftakt der Benefizveranstaltung, zu der laut SWP-Bericht 850 Gäste gekommen waren, um sich mit aktuellem Bild- und Filmmaterial über die jüngsten Forschungsergebnisse der Blautopftaucher informieren zu lassen.

Die Südwest Presse dankte den Höhlentauchern für die Unterstützung der Hilfsaktion, die in Blaubeuren diesmal unter anderem den Diakonieladen, zwei Selbsthilfegruppen und 37 Familien unterstützt. Die „Arge Blautopf“ wiederholt ihren Vortrag „Wunderwelt Blautopf“ am Freitag, 6. Februar, im Kornhaus in Ulm. Beginn: 19 Uhr. Karten gibt es bei der Südwest Presse.

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