Weltgrößte unterirdische Thermalwasser-Kammer entdeckt

BUDAPEST. Ungarische Höhlenforscher haben unter der Innenstadt von Budapest die größte unterirdische Thermalwasser-Kammer der Welt entdeckt. Die zwischen 20 und 25 Meter hohe, kuppelartig gewölbte Höhle wurde am Dienstag erstmals der Presse präsentiert. Der
darin gelegene Heilwassersee ist bis zu neun Meter tief und hat eine Temperatur von 27 Grad Celsius. Das meldet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Der ungarische Umweltminister Imre Szabo bezeichnete laut dpa die Anfang des Monats erschlossene Naturerscheinung als „Weltsensation“ und „wirklich einzigartig“.

Besichtigt werden könne die Attraktion allerdings noch nicht, heißt es in der dpa-Meldung. Experten prüften noch, wie die Höhle so für Besucher geöffnet werden kann, dass keine Schäden entstehen, fügte der Minister laut dpa hinzu.

Die Thermalwasser-Kammer ist Teil eines ausgedehnten Systems von Höhlen, das sich unter dem am linken Donauufer gelegenen Stadtteil Buda und dem daran anschließenden Budaer Hügelland erstreckt. Weite Teile dieses Systems, aus dem die berühmten Budapester Heilbäder ihr Wasser beziehen, sind noch unerschlossen.

Die am Dienstag präsentierte Thermalkammer rückte erst 2002 ins Blickfeld der Forscher, als Ingenieure der Budapester Bäderverwaltung bei Bohrungen auf eine kleine Öffnung stießen, die zu einem der Zugänge führt, schreibt dpa. Wie laut Agentur der ungarische Umweltminister Szabo weiter
erklärte, werde sich Ungarn darum bemühen, dass die neue Entdeckung in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wird.

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