Gutachter mit Blaubeurens Bürgermeister in Vetterhöhle unterwegs

BLAUBEUREN. Zwei geologische Gutachter, die im Auftrag der Stadt Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) in der Vetterhöhle arbeiten, kommen offenbar gut voran. Das zumindest meldet in der heutigen Ausgabe das „Blaumännle“, ein Wochenblatt der Südwest Presse Ulm (SWP). Joachim Striebel schreibt in seinem SWP-Beitrag, dass Blaubeurens Bürgermeister Jörg Seibold die zwei Geologen kürzlich in die Vetterhöhle begleitet hat.
Bei acht Befahrungen waren etliche Fachleute des beauftragten Büros in der Vetterhöhle. Bei der jetzt weitgehend abgeschlossenen ersten Stufe der Machbarkeitsstudie geht es um die Sicherheit in der Vetterhöhle, die auf eine Länge von 2100 Meter vermessen und bisher nur über den tiefen, gegrabenen Schacht erreichbar ist. Einer der Geologen bescheinigt der Vetterhhöhle eine Einmaligkeit, insbesondere wegen ihres Höhlensees „Wolkenschloss“, der die Verbindung zur Blautopfhöhle darstellt.

Die Geologen haben die Decken und Wände der Gänge und Hallen unter die Lupe genommen, heißt es im SWP-Beitrag. Das Fachbüro hat Skizzen der unter Tage vermessenen Hohlräume und Skizzen der an der Oberfläche ermittelten Geländetopografie übereinander gelegt. Über das „geometrische Verständnis“ und über die von Ingenieuren am Rechner ermittelten Daten kommen die Gutachter zu Aussagen, welche Abschnitte der Vetterhöhle sicher sind und welche nicht. Alles was am Schreibtisch herauskomme, müsse jeweils in der Höhle selbst nochmals überprüft werden, heißt es im Zeitungsartikel.

Einen Einblick in die Arbeit der Experten hat jetzt Bürgermeister Jörg Seibold bekommen, als er selbst in einen Overall und in Gummistiefel schlüpfte, einen Höhlenhelm aufsetzte und zusammen mit den Gutachtern in die Höhle hinabstieg – begleitet von den Forschern Petra und Markus Boldt und Andreas Scheurer, heißt es wörtlich im „Blaumännle“.

Dem Blaubeurer Bürgermeister gefalle, dass die Geologen nicht nur die Sicherheitsfrage betrachten, sondern diese auch auf eine mögliche Schauhöhle reflektieren. Nicht mehr in diesem, aber früh im nächsten Jahr werde das Gutachten dem Gemeinderat vorgestellt, sagte laut SWP Bürgermeister Jörg Seibold.

Im Blick habe die Stadt Blaubeuren auch die neue Entdeckung der „Arge Blautopf“, die im Höhlensee Mörikedom einen trockenen Gang gefunden hat, der bis knapp unter die Erdoberfläche führt. Bürgermeister Jörg Seibold habe die Arge-Taucher gebeten, Fotos zu machen, um diese den Gutachtern vorzulegen. Dann solle entschieden werden, ob es sich lohne, einen Zugangsschacht zu graben und die Höhle genauer zu untersuchen, schreibt die SWP.

Kommentare sind hier nicht möglich