Geotechnik Hundhausen erstellt Studie zu möglichem Ausbau der Vetterhöhle

BLAUBEUREN Der Gemeinderat von Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) hat das Büro „Geotechnik Hundhausen“ aus Ditzingen mit einer Studie zum Ausbau der Vetterhöhle beauftragt. Das schreibt Joachim Striebel von der in Ulm erscheinenden Südwest Presse (SWP) in der Samstagsausgabe.

Ob die Vetterhöhle zur Schauhöhle ausgebaut werden kann, das soll ein Gutachten liefern, das der Blaubeurer Gemeinderat bei der Firma „Geotechnik Hundhausen“ in Auftrag gegeben hat.

Die Stadt Blaubeuren hatte vier Büros aufgefordert, Angebote für diese Aufgabe einzureichen. Nach Prüfung durch das Stadtbauamt, das Landesamt für Geologie und die „Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten“ kamen zwei Firmen in die engere Wahl. Die Räte entschieden sich einmütig für das Büro des Diplom-Geologen Ullrich Hundhausen, heißt es in dem SWP-Bericht.

Aufgeteilt ist der Auftrag in zwei Stufen. In einer ersten Betrachtungsstufe, die 14 800 Euro kostet, soll geklärt werden, ob die Standsicherheit der Hohlräume gegeben ist. Fällt das Ergebnis positiv aus, machen sich die Fachleute Gedanken über einen Zugangsstollen, die Wegeführung in der Höhle, die Beleuchtung und die Bewetterung (Luftzufuhr). Das Betreiberkonzept, die Infrastruktur und die Finanzierung einer Schauhöhle seien noch nicht Thema, sagte Bürgermeister Jörg Seibold bei der Beratung, laut SWP.

Ullrich Hundhausen sprach bei der Präsentation von einer großen Aufgabe für sein fünfköpfiges Team, unter denen auch ein Höhlenforscher ist, der ehrenamtlich eine Schauhöhle betreut. Wie Hundhausen berichtete, hat er sich im hessischen Breitscheid, wo ebenfalls eine Höhle erschlossen wird, mit Kollegen besprochen, um von deren Erfahrung zu profitieren und dort gemachte Fehler nicht zu wiederholen, meldet die Zeitung.

Zur Beurteilung der Standsicherheit der Decken, Sohlen und Wände in der Vetterhöhle werde es Untersuchungen an der Oberfläche und unter Tage geben. Es gehe um die Felsmechanik, die Fließzeiten des Wassers, das Höhlenklima und die Radiometrie. Bei einem Ausbau sei es wichtig, die Höhle „nicht mit Technik zuzupflastern“, sagte Hundhausen. Es müsse eine Beleuchtung gewählt werden, welche die natürliche Schönheit der Höhle erhalte. Bekanntlich bilden sich in Höhlen, die schon länger beleuchtet werden, Moose und andere Pflanzen, heißt es im SWP-Bericht von Joachim Striebel.

Die Auftragsvergabe für die Studie sei „ein erster wesentlicher Schritt zu einer touristischen Attraktion ersten Ranges“, hieß es aus den Reihen der Stadträte.

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