Polizeitaucher im Blautopf bergen ominöses Blechteil

BLAUBEUREN Vier Polizeitaucher aus Friedrichshafen, Konstanz und Überlingen haben aus dem Blautopf bei Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) ein Eisenteil geborgen, das einer Panzermine glich. Die Höhlentaucher der „Arge Blautopf“ um Michael Schopper hatten das Teil in 17 Meter Wassertiefe entdeckt und ein Foto davon der Wasserschutzpolizei geschickt. Das meldet die Südwest Presse Ulm in ihrer Ausgabe vom 22. Februar.

Die Taucher, so heißt es in dem Bericht von Joachim Striebel, nahmen eine Unterwasserkamera, die Bilder nach oben liefert, und Sprechfunkgeräte mit in die Tiefe des Blautopfs, um während des Tauchgangs mit Kampfmittelexperten im Kontakt zu stehen. Rasch brachte ein Taucher dann den ominösen Gegenstand aus dem Blautopf an die Oberfläche.  Das verrostete runde Blech war allerdings keine Mine und auch kein Teil davon war. „Das Bild hatte eine Mine vermuten lassen“, sagte Einsatzleiter Claus Mecking aus Friedrichshafen und bescheinigte Michael Schopper und seinen Höhlentauchern, absolut richtig gehandelt zu haben. Nichts sei schlimmer, als zu versuchen, einen Gegenstand, bei dem es sich um Munition handeln könnte, selber zu bergen, Unterstrichen die Experten. Um was es sich bei dem Schrott aus dem Blautopf handeln könnte, ließ sich bislang noch nicht feststellen. Der Kampfmitteldienst nahm das Blech zur Entsorgung mit.

Dass die Höhlentaucher der „Arge Blautopf“ das verrostete Stückchen Blech nicht schon bei früheren Tauchgängen entdeckt hatten, liegt nach Meinung von Michael Schopper wohl daran, dass die Landschaft im Blautopf nach jedem Hochwasser wieder anders aussieht. Am Grund des Quelltrichters liegt sehr viel Kies, das immer wieder von dem aus der „Düse“ drückenden Quellwasser kräftig durcheinander gewirbelt wird. So kommen archäologische Schätze ebenso zum Vorschein wie bloßer Schrott. heißt es in der SWP.

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