Luft in die „Vetterhöhle“ gepustet

BLAUBEUREN Der Auftrag für eine Machbarkeitsstudie, die Aufschluss darüber geben soll, ob man die Vetterhöhle bei Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) zu einer Schauhhöhle ausbauen kann, ist noch nicht vergeben. Das meldet die Südwest Presse (SWP) in ihrer heutigen Ausgabe. Er sei froh, dass es Büros gebe, die sich der Aufgabe stellen wollen, sagt laut SWP Blaubeurens Bürgermeister Jörg Seibold. Für die Studie und ergänzende Gutachten hat die Stadt Blaubeuren im Haushaltsplan des kommenden Jahres 150.000 Euro eingeplant.

Die Arge Grabenstetten gräbt derweil mit Genehmigung des Landratsamtes an einem zweiten Zugangsschacht zur Vetterhöhle, die ebenfalls zum Blauhöhlensystem gehört. Mit Hilfe der Blaubeurer Feuerwehr startete sie zudem am Donnerstag einen Versuch, wie Arge Vorsitzender Fritz Mammel bestätigt: Ein Drucklüfter, der sonst in verrauchten Gebäuden zum Einsatz kommt, blies Luft in die Vetterhöhle. An drei Stellen – der Hessenhaudoline bei Berghülen, einem Erdfall bei Wennenden und an der B 28 unterhalb des Freizeitheims „Himmelreich“ – wurde mit sensiblen Geräten gemessen, ob ein Luftzug ankommt. Blautopf-Forscher Andreas Kücha hatte dafür Dr. Stefan Dörr gewinnen können, der sich an einer Universität in England beruflich mit diesen Dingen beschäftigt. Die genauen Aufzeichnungen der elektronischen Messeinrichtungen müssen noch am Computer ausgewertet werden, heißt es im Bericht der SWP. Schon am Donnerstag gab es einen kleinen Erfolg: An der Messstelle neben der B 28, die ausgewählt wurde, weil dort immer der Schnee schmilzt, bewegte sich nach einer halben Stunde das aufgestellte mechanische Messgerät. Ein Indiz, dass es sich lohnt, in der Vetterhöhle weiterzugraben, stellt SWP-Redakteur Joachim Striebel fest.

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