Teufelsklingenbröller jetzt 880 Meter lang

Im Teufelsklingenbröller geht es voran. FOTO: KARSTEN GESSERT

HEUBACH Am Sonntag ging im Teufelsklingenbröller bei Heubach die dritte Forschungsaktion in diesem Jahr mit großen Erfolg zu Ende. Das berichtet Lars Bohg von der Arge Teufelsklingenbröller. Der Teufelsklingenbröller sei jetzt mit über 880 Metern die längste Höhle im Ostalbkreis. Im kommenden Jahr ist eine Fortsetzung der Forschungsvorhaben geplant.

Bei den letzten beiden Vorstößen wurde eine geologische Störung erreicht, von der zwei wassergefüllte Gangstrecken abzweigen. Eine davon konnte noch bis zu einem Siphon sowie bis zu einer Verengung erforscht werden, an der die diesjährigen Forschungen auf offener Strecke vorerst unterbrochen wurden, berichtet Bohg. Als sehr vorteilhaft für die Forschungsaktion erwies sich die stabile Wetterlage, damit war die Befahrung der ansonsten teilweise Wasser gefluteten Gängen erst möglich.

Nachdem die ARGE Teufelsklingenbröller bereits zu Pfingsten 2007 den dritten Siphon das erste Mal in der über 35 Jahre dauernden Forschungsgeschichte bezwingen und die bisherige Gesamtlänge von 217 auf 535 Meter erhöhen konnte, wurden bei einer Aktion über Himmelfahrt in zwei Vorstößen weitere 350 Meter Neuland erforscht und vermessen. Neben langen Wasserpassagen mussten dabei auch Stellen mit mächtigen Lehmablagerungen, Kletterstellen sowie Verstürze überwunden werden.

Im Rahmen der Forschung wurden laut Bohg mikrobiologische, geologische, paläontologische und mineralogische Untersuchungen durchgeführt.

Neben den Forschungsaktivitäten wurde auch zahlreiches Film- und Fotomaterial gesammelt das bei einem Vortrag im Januar in Heubach der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Bereits am kommenden Samstag wird beim  Gäste- und Info-Abend der Arge Grabenstetten in Grabenstetten über Forschungsergebnisse im Teufelsklingenbröller berichtet (siehe gesonderten Bericht)

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