8000 Menschen bestaunten die Eiszeit-Kunst

NIEDERSTOTZINGEN Die Elfenbeinkunstwerke aus der Eiszeit finden großes Interesse. Am Wochenende hatte die Stadt Niederstotzingen (Kreis Heidenheim) einem breiten Publikum erstmals das 2007 entdeckte Elfenbein-Mammut nebst Vogelherdpferdchen und „neuem“ Löwen gezeigt. Rund 8000 Besucher bewunderten die Funde und lobten die Ausstellung, schreibt die Südwest Presse Ulm (SWP).

Graf Karl von Maldeghem hatte fünf Räume seines Schlosses in Niederstotzingen zur Verfügung gestellt. Das Schloss ist sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich, heißt es im Zeitungsbericht.

Sphärische Klänge der Schwanenknochenflöte aus der Eiszeit, ein Fundstück aus dem „Geißenklösterle“, empfingen die Besucher. Die Menschen strömten in die Themen-Räume. Im Medienraum wurde die Steinzeit anschaulich präsentiert, berichtet die SWP. Auf Strohballen sitzend, sahen die Besucher Filme über das Leben in der Eiszeit. Dekorativ in Szene gesetzt war der Raum der experimentellen Archäologie. Ausgestattet mit Fellzelt und Blumen, die die Eiszeit bis heute überlebt haben, stand das Herstellen von Speerspitzen und kleinen Lederbeuteln im Mittelpunkt. Im Raum „Vogelherd“ bekamen Interessierte einen fühlbaren Eindruck vom Graben: Wer wollte, durfte selbst im Aushub wühlen. Im vierten Raum konnte man Studentinnen zusehen, wie sie die ausgeschlämmten Krümel sortierten, das Brauchbare auf kleine Häufchen zu „Knochen“ oder „Elfenbein“ legten, heißt es im  Bericht der Südwest Presse.

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