Höhlenwochen enden mit Ausflug in die Todsburger Höhle

GEISLINGEN (ra) Mit einem Ausflug in die Todsburger Höhle endete das Rahmenprogramm der von Sparkasse und GZ veranstalteten „Höhlenwochen im Helfensteiner Land“. Eine Ausstellung ist nur noch bis Dienstag, 2. Oktober, in der Sparkasse am Sternplatz in Geislingen/Steige zu sehen. Das Interesse an der Thematik war groß.

Insgesamt etwa 300 interessierte Gäste wurden bei den Veranstaltungen zu den Höhlenwochen im Helfensteiner Land verzeichnet, auch die Ausstellung in der Sparkasse am Sternplatz, die noch bis Dienstag, 2. Oktober, angeschaut werden kann, war gut frequentiert. Mit einer Exkursion in die Todsburger Höhle über Mühlhausen fand das Rahmenprogramm am Samstag seinen Abschluss.

Bei prächtigem Sonnenwetter begleiteten Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Höhle und Karst Grabenstetten etwa 20 Höhleninteressierte in die rund 125 Meter lange Horizontalhöhle. Zuvor waren die „Forscher“ mit Helmen ausstaffiert, der Zugang zur Höhle mit einem Bergseil gesichert worden. Seit Herbst 1991 ist das Naturdenkmal Todsburger Höhle bei Mühlhausen durch einen Dauerverschluss geschützt. Zu sehr hatte die Höhle bis dahin schon gelitten. Erste Erwähnungen der „Dozburger Hölhle“ gibt es bereits in den Württembergischen Jahrbüchern von 1833. Allerdings entspricht die damalige Beschreibung nicht mehr ganz dem heutigen Zustand, denn um die Jahrhundertwende ist versucht worden, das Karstsystem in eine Schauhöhle zu verwandeln. Damit war der Tod der einstmals wunderschönem Tropfsteinhöhle besiegelt.

Dennoch zählt die Todsburger Höhle unter den etwa 200 im Kreis Göppingen erfassten Objekten mit zu den nennenswertesten und schönsten. Mit dem Dauerverschluss und der Möglichkeit, den Schlüssel für die Höhle zu bekommen, ist eine sinnvolle Lösung gefunden worden. Eine Besichtigung der Höhle findet außerdem zumeist nur mit kompetenten Höhlenkundlern statt. Tobias Tränkle von der Arge Grabenstetten verwies vor der Befahrung der Höhle noch einmal auf die Grundregeln der Höhlenforscher: „Nimm nichts mit, lasse nichts zurück und zerstöre nichts“. In Baden-Württemberg hätten alle Höhlen den Status „Naturdenkmal“ machte auch noch einmal Arge-Vorsitzender Fritz Mammel deutlich.
Vom 15. November bis zum 15 April sind viele Höhlen der Schwäbischen Alb aus Schutzgründen verschlossen, überwinternde Fledermäuse dürfen nicht gestört werden. Von der Höhle zeigten sich die Besucher dann begeistert, selbst der sechsjährige Simon aus Eybach war nach Rückkehr ans Tageslicht noch ganz beeindruckt.

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