Mutige Höhlengänger wagten Abstieg in die Laierhöhle

Auch einige mutige Damen wagten den Abstieg in die Laierhöhle. FOTOS: DIETER DOMKE

GEISLINGEN (ra) In die derzeit tiefste Albhöhle, die Laierhöhle bei Geislingen-Weiler, durften am Samstag 20 mutige Höhlengänger „hineinschnuppern“. Die Begeisterung war groß, auch wenn so mancher zunächst mit etwas „weichen Knien“ den Abstieg in die ewige Finsternis wagte.

Die Exkursion in die Laierhöhle fand im Rahmen der von Kreissparkasse Göppingen und GEISLINGER ZEITUNG organisierten Höhlenwochen im Helfensteiner Land statt. Kein Wunder also, dass sich unter den interessierten Männern und Frauen am Samstagmorgen auch der Geislinger Sparkassendirektor Klaus Meissner und GZ-Geschäftsführer Wolfgang Braig vor der Höhle in Weiler einfanden. Jüngster Teilnehmer in der ersten zehnköpfigen Gruppe war übrigens der neunjährige Urs Eller, ältester und damit wohl der älteste Mensch überhaupt, der jemals die Laierhöhle befahren hat, war der 79-jährige Friedrich Mössmer aus Geislingen/Steige.

Ermöglicht hatten den Zugang in die Schachthöhle Dieter Domke vom Kahlensteiner Höhlenverein und seine Kameraden Martin Eckstein und Rainer Rösch, erfahrene Höhlenforscher, die seit über zehn Jahren jeden Winkel der Höhle erkunden und am Mittwochabend, 26. September, im Rahmen der Höhlenwochen ab 20 Uhr im Sparkassensaal am Sternplatz in Geislingen in Wort und Bild über ihre Arbeit berichten werden (Anmeldung zur kostenlosen Veranstaltung unter Tel. (07331) 2008-11.

„Toll, überwältigend, gigantisch, beeindruckend“, lauteten die ersten Kommentare nach der zweieinhalbstündigen Höhlentour. Dem neunjährigen Urs hatte es besonders der nicht ganz einfache Abstieg an den Eisenklammern angetan, aber auch ein Seitengang, in dem Kristalle glitzern, faszinierte den kleinen Höhlengänger. Ein Blick in die Tiefen des so genannten „Wilden Westen“ zählt der Bub als weitere bleibende Erinnerung auf und die Unmengen von Lehm, in dem fast die Stiefel stecken geblieben sind.

Vom Lehm, in dem man „saudreckig“ wird, berichtet auch Friedrich Mössmer. Fachkundig stellt der Senior gleichzeitig fest, dass die Laierhöhle keineswegs zur Schauhöhle taugt. Beeindruckt ist er von der Arbeit des Kahlensteiner Höhlenvereins und vom Sinterschmuck, mit dem die Höhle teilweise ausgestattet ist. Der Auf- und Abstieg habe ihm keine Probleme bereitet, auch wenn es bisweilen etwas an Kondition gemangelt habe, räumt der rüstige Höhlenfreund ein.

Klaus Meissner und Wolfgang Braig sind vom Erlebnis Höhle sehr beeindruckt, „Unglaublich, wie groß die Räume sind“, sagt der Sparkassendirektor. Auch die absolute Dunkelheit bei ausgeschalteten Lampen hat die beiden Männer überrascht, berichtet Braig.

Während sich am Samstagvormittag nur männliche Teilnehmer in die „Unterwelt“ wagten, bereicherten am Nachmittag auch etliche mutige Damen die Exkursion in die Tiefe. Die Begeisterung bei der zweiten Gruppe sei gleichfalls groß gewesen, informiert Dieter Domke, der sich mit seinen Kameraden über das Interesse an der Höhlenkunde freut. Alle Teilnehmer hätten sich wacker geschlagen, loben die Höhlenexperten ihre Gäste.

INFO

Die Höhlenausstellung in der Kreissparkasse, besonders geeignet auch für Schulklassen, ist noch bis zum Dienstag, dem 2. Oktober, während der üblichen Öffnungszeiten der Sparkasse zu sehen.

Autor: Michael Rahnefeld

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