Waren „Hobbits“ eigene Menschenart?

WASHINGTON Vor vier Jahren, so berichtet die Deutsche Nachrichtenagentur (dpa) fanden Forscher in einer Höhle in Asien eigenartige Knochen. Sie stammten aus der Urzeit. Fachleute puzzelten sie zusammen. Ergebnis: Es waren Knochen einer erwachsenen Frau. Doch sie war nur so groß wie ein Kind, nämlich etwa einen Meter.

Ihr Kopf war etwa so groß wie eine Pampelmuse, heißt es in der dpa-Meldung. Deswegen bekam sie bald einen Spitznamen: „Hobbit“. So heißen Fantasiewesen im Roman „Herr der Ringe“. Sie sind auch nur halb so groß wie Menschen.

Doch noch immer rätseln, laut dpa, die Forscher über die „Hobbits“. Sie meinen, die Kleinen lebten auf der Insel im Land Indonesien wohl schon vor fast 120.000 Jahren. Und wahrscheinlich noch bis vor etwa 10.000 Jahren. Doch war es eine eigene Art, ähnlich wie der Neandertaler? Oder doch nur ein kleingewachsener heutiger Mensch?

Jetzt haben sich Forscher in den USA drei Knochen des „Hobbit“ genauer angeschaut, meldet dpa. Und zwar welche aus dem Handgelenk. Die seien ganz anders geformt als beim heutigen Menschen. Das berichten die Forscher in einem Fachmagazin. Deswegen sind sie überzeugt: Die „Hobbits“ waren eine eigene Art.

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