… und die Falkensteiner Höhle im 3D-Film

GEISLINGEN (ra) Mit brillanten Bildern aus der „Unterwelt“ beeindruckten Andreas Schober und Michael Diefenbach am Mittwochabend knapp 100 Gäste im Sparkassensaal in Geislingen/Steige. „Faszination Höhlen“ war der Abend überschrieben. Er fand im Rahmen der Höhlenwochen im Helfensteiner Land statt.

In der von Kreissparkasse und GEISLINGER ZEITUNG organisierten Veranstaltungsreihe zum Thema Höhlen standen am Mittwochabend die Höhlenfotografie und der Höhlenfilm im Mittelpunkt.

Knapp 100 Gäste ließen sich nach der Begrüßung von Sparkassendirektor Klaus Meissner auf eine virtuelle unterirdische Reise entführen, die in die schönsten Höhlen der Welt und der Schwäbischen Alb führte.

Mit brillanten Fotografien wartete dabei der 31-jährige Höhlenfotograf Andreas Schober auf, der auch den Höhlenkalender 2008 gestaltet hat. In seinen Bildern wurden sowohl die gewaltigen Dimensionen der unterirdischen Systeme sichtbar als auch filigrane Details, von der Natur aus Wasser, Kalk und Mineralien gezaubert. Den Zuschauern wurde dabei bewusst, wie wichtig der Schutz der sensiblen Höhlenwelt ist, die der Wissenschaft so viel Aufschluss über die Erdgeschichte gibt.

Bewegte Bilder dann aus dem Mordloch hinter Eybach. Der 48-jährige Hobbyfilmer und Höhlenforscher Michael Diefenbach aus Neu Isenburg zeigte seinen 30-minütigen Film über das 4300 Meter lange wasserschüttende Höhlensystem im Roggental. Er ist unter schwierigsten Bedingungen entstanden, wie sich die Gäste im Sparkassensaal angesichts der Bilder überzeugen konnten.

Dann der Knüller des Abends: ein sechsminütiger 3D-Film über die Falkensteiner Höhle. Diefenbach lässt dazu Spezialbrillen verteilen, die den dreidimensionalen Effekt der Räumlichkeit erst ermöglichen. Die Zuschauer im Sparkassensaal tauchen ein in die über 5000 Meter lange Flusshöhle, streifen vorbei an Stalagmiten, die man quasi greifen könnte und „nehmen ein Bad“ im Höhlenbach. Die Effekte kommen an, es gibt viel Beifall. Über die Schwierigkeiten und technischen Voraussetzungen der Fotografie und Filmerei geben Schober und Diefenbach ausführlich Auskunft, sie beantworten etliche Fragen aus den Reihen der Zuschauer.

Als nächster Programmpunkt in der Veranstaltungsreihe steht am kommenden Samstag eine Exkursion in die Laierhöhle bei Weiler an, die derzeit tiefste Höhle der Alb. Dieter Domke und seine Kameraden vom Kahlensteiner Höhlenverein informierten dazu bereits kurz die 20 Teilnehmer, die in zwei Gruppen die Höhle befahren. Am Mittwoch heißt es dann ab 20 Uhr im Sparkassensaal „Unterwegs in der Welt ohne Sonne“, Dieter Domke und Fritz Mammel, Vorsitzender der Arge Höhle und Karst Grabenstetten, berichten in Wort und Bild über die Arbeit und Forschungserfolge ihrer Vereine. Anmeldungen für diesen Abend (Eintritt frei) unter Tel. (07331) 2008-11

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