Neues aus der Vetterhöhle auf der Sommerbühne in Blaubeuren

BLAUBEUREN (ra) Forscher der Arbeitsgemeinschaft Höhle- und Karst Grabenstetten haben in der zum Blauhöhlensystem gehörenden Vetterhöhle bei Blaubeuren zwei neue, prachtvoll geschmückte Gänge entdeckt. Dies teilte jetzt Forschungsleiter Markus Boldt mit.

Die neu entdeckten Gänge wurden laut Boldt im südlichen Teil der „Vetterhöhle“ gefunden. Die Forscher hatten sich im Bereich des so genannten „Drachenfelsganges“ genauer umgesehen. Nach dem  Räumen eines mächtigen Versturzes gab die Höhle wieder neue Gänge frei, deren Tropfsteinreichtum besonders bemerkenswert, informieren die Forscher. Nur wenige Meter vor diesen Gängen befinde sich einer der größten Verstürze in der Höhle.

Zudem hätte die Forscher in den letzten Monaten sehr fleißig wissenschaftliche Daten gesammelt, berichtet Boldt. Dazu gehören Daten aus den Bereichen Hydrologie, Biospeleogie und Geologie.

Die Grabung im nördlichsten Teil der Höhle, im so genannten Kartenhaus, sei äußerst mühsam und erbrachte bisher die Entdeckung des „Knöpfchensinterschachtes“. Da dieser Bereich als eine der hoffnungsvollsten Stellen in der Höhle gilt, um weiter in die Alb vorzudringen, überlegen die Forscher, den bis zu dieser Stelle über eine Distanz von 45 Meter gegrabenen Korkenzieher-Schluf zu umgehen. Dazu soll eine  besondere mechanische Sprengtechnik aus der Schweiz angewandt werden, um dem Felsgestein Herr zu werden.

Insbesondere über die neuen Entdeckungen wird die Arge Grabenstetten auf der Sommerbühne in Blaubeuren am kommenden Samstag, dem 14. Juli, ab 20.30 Uhr berichten. Die Forscher wollen den Zuschauern vorführen, mit welchen Geräten die Forschungen bewerkstelligt werden. Im zweiten Teil des Abends werden die Zuschauer auf eine virtuelle Wanderung durch die Vetterhöhle mitgenommen. Dazu werden teils neue Filmsequenzen und teils noch nicht veröffentlichtes Bildmaterial gezeigt.

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