Hauptversammlung mit brisantem Thema

BÖTTINGEN (ra) Am kommenden Samstag, dem 16. Juni, treffen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft  Höhle und Karst Grabenstetten ab 19 Uhr im Vereinsheim im Böttingen zu ihrer turnusgemäßen Jahreshauptversammlung. Für Brisanz könnte dabei ein Antrag des früheren Vorsitzenden Christoph Gruner sorgen, der von seinem Verein fordert, die Erschließung beziehungsweise den Ausbau „wilder Höhlen“ zu Schauhöhlen auf der Schwäbischen Alb abzulehnen.

Bei der Hauptversammlung der Arge Grabenstetten am kommenden Samstag dürfte neben den Regularien wie Berichten von Vorstand und Referenten, Entlastung und Neuwahl von Kassier und zweitem Vorsitzendem vor allem der Antrag von Christoph Gruner zu Diskussionsbedarf führen. Der frühere Vorsitzende fordert seinen Verein auf, die Erschließung beziehungsweise den Ausbau „wilder Höhlen“ zu Schauhöhlen auf der Schwäbischen Alb abzulehnen. Dieser Antrag ist deshalb von Brisanz, weil sich die Stadt Blaubeuren mit dem Gedanken trägt, Teile des Blauhöhlensystems zu einer Schauhöhle auszubauen. Die Arge Grabenstetten forscht seit mehreren Jahren sehr erfolgreich in der Vetterhöhle bei Blaubeuren. Genau diese Höhle würde bei Verwirklichung der Schauhöhlenpläne von Blaubeuren hauptsächlich betroffen. Der Vorsitzende der Arge Grabenstetten, Fritz Mammel, hatte erst kürzlich die Möglichkeiten eines Ausbaus der Vetterhöhle mit Hilfe eines Zugangsstollens dem Gemeinderat von Blaubeuren erläutert (wir berichteten).

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