Bei der Öffentlichkeitsarbeit Sorgfalt walten lassen

MÜNCHEN In den jüngsten „Mitteilungen des Verbandes der Deutschen Höhlen- und Karstforscher“ (VdHK) mahnt Stephan Marks Sorgfalt bei der Öffentlichkeitsarbeit von höhlenkundlichen Vereinigungen und Forschern an. Zitat:  „Wir – das sind alle Mitglieder des VdHK, egal ob direkt oder über einen angeschlossenen Verein – müssen bei unseren Veröffentlichungen, sowohl schriftlich in unseren Vereins- oder Gruppenveröffentlichungen, in Zeitungen oder im Internet auf Homepages und Internetforen nicht nur die damit verbundenen juristischen Konsequenzen beachten, sondern auch die Wirkung auf die Öffentlichkeit.“

Von verschiedenen Behörden und Dienststellen mehrerer Bundesländer, unter anderem auch Bayern, so Marks, wurde der Vorstand des VdHK wiederholt auf problematische Inhalte von Foren und Vereinshomepages angesprochen. Daraus, so warnt der VdHK, sollte allen Verbandsmitgliedern klar werden, dass unsere / eure Homepages, Internetveröffentlichungen und Foren von Behörden bei gezielten Internetrecherchen gelesen werden.

Der VdHK-Vorstand bittet deshalb alle Mitglieder, ihre Homepages und Foreninhalte entsprechend zu überprüfen, ob die Beschreibungen der Verbandsethik entsprechen.

Bei Winterbefahrungen, so Sphan Marks weiter, sollten die Kriterien angegeben sein, die eine Forschung während der Fledermausschutzzeiten ermöglicht haben (z.B. Fledermauszählung, keine Fledermäuse in einer aktiven Wasserhöhle). „Zugangsbeschreibungen oder GPS-Koordinaten, die das Auffinden von gefährdeten Höhlen möglich machen, sind zu entfernen. Es sollte allen Verbandsmitgliedern klar sein, dass Höhlenzugangsbeschreibungen auch Höhlenvandalismus ermöglichen. Unter diesem Gesichtspunkt und dem des Höhlenschutzes sind auch Tourenbeschreibungen im Internet zu überprüfen“, heißt es wörtlich in dem Beitrag.

Stephan Marks: „Die Kontrolle nehmen uns die Behörden bereits ab, doch der VdHK und alle Mitglieder sind auf gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch staatliche Stellen auch in Zukunft angewiesen. Deshalb hier der nochmalige Appell und die Aufforderung, unsere Veröffentlichungen kritisch zu überprüfen und schädigende oder beleidigende Inhalte aus Foren und den Homepages zu nehmen“.

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