Schauhöhlensaison in der Olgahöhle hat begonnen

Die Olgahöhle bei Honau ist im Tuff angelegt. Foto aus "Höhlen der Schwäbischen Alb", DRW-Verlag

HONAU Die Saison in der Olgahöhle in Honau (Kreis Reutlingen) hat begonnen. Besucher können am Ostermontag die Höhle besichtigen, sonst jeden ersten Sonntag im Monat.

Die Olgahöhle in Honau war die erste elektrisch beleuchtete Schauhöhle Deutschlands. 1874 entdeckte Johann Ziegler die Höhle, ein Jahr später wurde sie eröffnet. Damals sorgten noch Kerzen für Licht, erklärt Ernst Etter, der die Höhle seit 1984 betreut. Einige Kerzenhalter sind noch zu sehen, ebenso wie Überbleibsel aus den Anfängen des elektrischen Lichts, das bereits 1884 installiert wurde.

Auch wenn damals viele Besucher wegen der elektrischen Beleuchtung gekommen sein sollen, heute steht der Tuffstein im Mittelpunkt. Viele Gäste sind Geologen oder Leute, die sich aus anderen Gründen für das Gestein interessieren, weiß Etter. Aber auch Touristen kommen gerne: Vor Kurzem führte Etter sogar eine Gruppe Chinesen, die in Metzingen zu Gast waren.

Bei der etwa 40-minütigen Führung gibt’s viel zu entdecken, wie zum Beispiel versteinertes Moos. Dazu erhalten die Gäste jede Meng Informationen über das Gestein, die Entstehung und Entdeckung der Höhle und ihrer Besonderheiten.

Ab und an tropft es von der Decke, Tropfsteine sind aber keine zu sehen. Die gibt es in Tuffsteinhöhlen nicht, weiß Etter, denn das Wasser wird auf seinem Weg durchs Gestein entmineralisiert. Rund 1500 bis 2000 Menschen pro Jahr besichtigen die Höhle.

INFO

Die Olgahöhle in Honau ist am kommenden Ostersonntag geöffnet, sonst hat die Höhle jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 17 Uhr sowie am 1. Mai und an Himmelfahrt geöffnet. Gruppen können auch werktags Terminevereinbaren unter Telefon: (07129) 25 01.

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