Grabstätte von Jesu in einer Höhle gefunden

WASHINGTON Archäologen und der US-amerikanische TV-Sender Discovery Channel wollen die Grabstätte Jesu in Jerusalem entdeckt haben. Das meldet die Katholische Nachrichtenagentur (KNA). Kanadische Filmemacher, unter ihnen Oscar-Preisträger James Cameron („Titanic“), haben eine Dokumentation über die Höhle gedreht und ihre Funde am Montag (Ortszeit) in New York vorgestellt.

Unter Archäologen und Religionswissenschaftlern ist laut KNA unterdessen eine heftige Debatte um die Interpretation der bereits 1980 entdeckten Grabhöhle ausgebrochen. Der Film soll in den USA am 4. März, in Deutschland am Karfreitag (6. April), ausgestrahlt werden.

Der an der Untersuchung der Grabhöhle beteiligte israelische Archäologe Amos Kloner hatte laut KNA die Interpretation der Funde als authentisches Jesus-Grab bereits im Vorfeld zurückgewiesen. Die auf den Knochenkästen gefundenen Namen seien, so Kloner, zu jener Zeit weit verbreitet gewesen. Archäologen haben in Jerusalem bereits Dutzende Grabhöhlen aus biblischer Zeit entdeckt, heißt es in der KNA-Meldung.

Unbestritten ist, dass Archäologen vor 27 Jahren in Talpiot auf eine Höhle mit zehn 2.000 Jahre alten Sarkophagen gestoßen waren. Die Steinsärge wurden von den israelischen Behörden eingelagert. Zwei dieser Steinsärge wurden am Montag von Cameron in New York präsentiert. Auf sechs der zehn Särge sei zu lesen: „Jesus, Josephs Sohn“ sowie „Judah, Sohn von Jesus“ und zwei Mal „Maria“. Nach Auslegung der Forscher sind die Mutter von Jesus und Maria Magdalena gemeint. Aus den Angaben über Judah folgern die Gelehrten, dass Jesus einen Sohn gehabt haben könnte.

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