Fossile Tierarten in australischen Höhlen entdeckt

LONDON Ein australisches Forscherteam hat nach einer Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa) in der Nullarbor-Ebene im Süden Australiens acht bislang unbekannte fossile Känguruarten entdeckt. Die Tiere stammen aus dem mittleren Pleistozän und lebten vor etwa 800.000 bis 200.000 Jahren, wie die Gruppe um Gavin J. Prideaux und im britischen Fachjournal „Nature“ (Bd. 445, S. 422) berichtet. Insgesamt fanden die Paläontologen in den Höhlen ein Weichtier und 69 Wirbeltiere, darunter die acht Kängurus.

Die Untersuchung der Fossilien zeige, so meldet dpa, dass nicht allein der bisher verantwortlich gemachte Klimawandel der Grund dafür sein kann, dass 21 der Nullarbor-Arten das Eiszeitalter nicht überlebten. Dafür waren sie zu gut an trockenes Klima angepasst. Stattdessen argumentieren laut dpa Prideaux und seine Kollegen, dass eine wachsende Zahl von Flächenbränden die abwechslungsreiche Pflanzenwelt in dem Landstrich in eine Buschlandschaft verwandelt habe.

Das Verschwinden der meisten Pflanzenfresser in dieser Region sei vermutlich nach einem ähnlichen Muster abgelaufen wie in anderen Gebieten Südaustraliens, schreiben die Forscher. Der exakte Zeitpunkt des Aussterbens der verschiedenen Arten aus der Nullarbor-Ebene lasse sich aber noch nicht genau bestimmen. Die meisten Arten großer Tiere in Südaustralien starben dem Artikel zufolge allerdings erst vor 40 000 Jahren aus, nachdem die ersten Menschen die Südküste des
Kontinents erreicht hatten.

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