Unbekannte Unterwelt: Zeitalter der Entdeckung hat erst begonnen

STUTTGART „Unbekannte Unterwelt: Zeitalter der Entdeckung hat erst begonnen“ Unter dieser Überschrift haben die Stuttgarter Nachrichten in ihrer Ausgabe von Freitag, dem 22. Dezember, eine Panorama-Farbseite veröffentlicht, die sich mit der Höhlenforschung auf der Schwäbischen Alb befasst. Nur ein Bruchteil der riesigen Höhlensysteme unter der Schwäbischen Alb sei bisher erforscht, es würden wohl noch viele Geheimnisse preisgegeben, heißt es weiter.

Vor 300 Jahren suchten Glücksjäger mit Fackeln nach Gold, fanden aber keines. Heute suchen Abenteurer den Zauber der Unterwelt und den prickelnden Reiz der Gefahr – und werden fündig.

Mit diesen Zeilen beginnt der Beitrag von Gregor Preiß. Weite Gänge, in denen die aus dem Boden wachsenden und von der Decke hängenden Riesen aus Kalk gespenstische Schatten an die Wände zeichnen; Hallen so groß, dass sich Licht und der Klang plätschernden Wassers nach wenigen Metern in ihnen verlieren. Schließlich der einzige Zugang: ein tiefblauer, trichterförmiger Kessel – finster und faszinierend zugleich.

Die Blauhöhle, in der im 19. Jahrhundert Mörikes schöne Lau ihr Fabelwesen trieb, hat sich in den vergangenen Jahren zur größten Abenteuerstätte für Höhlenforscher im Südwesten entwickelt. Ihr vorerst letztes Geheimnis wurde ihr im September entlockt. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Blautopf drangen über drei Kilometer in das Höhlensystem vor, so weit wie nie zuvor. Ihre Entdeckung wurde in der Fachwelt als Sensation gefeiert: eine Halle, 170 Meter lang, 50 Meter breit und hoch. Ob der Dimensionen und ihres kristallklaren und schneeweißen Tropfsteinschmucks erinnert sie an alpine Höhlenwelten Österreichs oder Frankreichs,  heißt es in dem Beitrag der Stuttgarter Nachrichten.


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