Das Hölloch im Mahdtal

OBERSTDORF Im Rahmen der Jahrestagung des Verbandes der Deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) in Oberstdorf zeigt der Höhlenverein Sonthofen in einem Festvortrag am 2. September bis dato unveröffentlichte Bilder über die 100 jährige Erforschungsgeschichte der längsten Höhle Deutschlands, das Hölloch im Mahdtal. Veranstaltungsort ist das Eissportzentrum in Oberstdorf, Beginn: 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

1906 stiegen einige gottesfürchtige Männer aus dem Kleinwalsertal und dem Allgäu in das Hölloch im Mahdtal hinab. Statt den Teufel anzutreffen, fanden sie einen rauschenden Höhlenbach, der sich tief in eine unterirdische Schlucht im Berg eingeschnitten hatte, teilt der Verband der Deutschen Höhlen- und Karstforscher mit.

1949 / 50 folgten wissenschaftliche Untersuchungen. Eine große Hürde waren Siphons, mit Wasser vollgelaufene Gänge, die bis weit in die 80er Jahre eine Weiterforschung verhinderten.

Wer behauptet, das Hölloch sei erforscht, hat weit gefehlt, heißt es in der Mitteilung. Insbesondere die letzten zehn Jahre erbrachten laut VdHK eine vermessene Länge von fast zehn Kilometern. Hierzu fährt jährlich eine Forschergruppe mehrmals für eine Woche tief in die Höhle ein, durchtaucht die Siphons, begeht die Endbereiche und sucht nach weiteren Fortsetzungen. Viele Gefahren lauern auf dem Weg in die Tiefe. Viele Hindernisse mussten überwunden werden für die Erkundung und Dokumentation der längsten Höhle Deutschlands, informiert der VdHK.

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