Diskussion um Blautopf-Forschung

Zur öffentlichen Diskussion um die Blautopf-Forschung, die in den vergangenen Tagen durch verschiedene Ausgaben der SÜDWEST PRESSE und durch die GEISLINGER ZEITUNG ging, möchte die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Blautopf Folgendes in eigener Sache mitteilen:

Diplom-Ingenieur Michael Schopper, Projektleiter der Arge Blautopf

Die Arge Blautopf forscht seit 1997 in der Blautopfhöhle. Wir sind eine Gruppe von erfahrenen Höhlenforschern aus ganz Südwestdeutschland. Unsere forscherische Tätigkeit ist völlig unabhängig von Jochen Hasenmayers U-Boot-Tauchfahrten. Jochen Hasenmayers sportliche Leistungen in der Höhlentauchforschung und seine technischen Innovationen sind unbestritten.

Das Ziel der Arge Blautopf ist die wissenschaftliche Erforschung der Blautopfhöhle. Dazu gehören die genaue Vermessung und Plandokumentation ebenso wie die Erörterung und Diskussion geologischer Fragestellungen, so zum Beispiel hinsichtlich der Entstehung der Höhle oder deren Alter. Wegen der Schwierigkeit der Tauchgänge ist es für uns notwendig, ein über Jahre hinweg stabiles Projekt zu haben. Leider ist unsere Tauchgenehmigung momentan auf etwa 200 Meter hinter dem Mörikedom begrenzt.

Unsere Forschungsergebnisse wollen wir, wie in der Wissenschaft üblich, durch Fakten belegen und dann auf einer sachlichen, fachlichen Ebene diskutieren. Hierbei ist es natürlich legitim, dass wir andere Thesen und Meinungen als Jochen Hasenmayer vertreten.

Von einer öffentlich geführten polemischen, unsachlichen und persönlich angreifenden Diskussion halten wir nichts. Wir möchten alle an der Höhlenforschung Interessierten auffordern, von dieser Art von Auseinandersetzung Abstand zu nehmen. Sie löst keine Probleme, sondern schafft nur neue.

Michael Schopper, Stuttgart
Projektleiter Arge Blautopf

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