Besondere Schutzzeit für Fledermäuse beginnt am 15. November

Auch am Todtsburger Schacht weist eine Tafel auf die Schutzzeit hin. FOTO: MICHAEL RAHNEFELD

GRABENSTETTEN Auf den beginnenden, besonderen Schutz von Fledermäusen während der kalten Jahreszeit hat am Samstagabend in Grabenstetten Christoph Gruner von der Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten, hingewiesen.

Der Vorsitzende der 150 Mitglieder zählenden höhlenkundlichen Vereinigung wies bei einem öffentlichen Gäste- und Informationsabend darauf hin, dass vom 15. November bis 15. April alle nicht wasserführenden Höhlen der Schwäbischen Alb für Besucher gesperrt sind. Viele Höhlen werden mit Gittertüren verschlossen, Schauhöhlen stellen ihren Betrieb über die kalte Jahreszeit ein.

Fledermäuse, so Gruner, zählen zu den besonders bedrohten und damit überaus schützenswerten Tiergattungen. Dennoch kommt diese Einsicht für bestimmte Arten bereits zu spät.

„Die meisten Fledermäuse überwintern in Höhlen. Dabei reduzieren sie ihre Herzfrequenz immens. Bei jeglicher Störung wachen die Fledermäuse aus ihrem Winterschlaf auf und können in der kalten Jahreszeit keine Nahrung mehr finden“, erläutert Christoph Gruner, weshalb Höhlen in den Wintermonaten möglichst nicht aufgesucht werden sollten. Auch die Höhlenforscher, so Gruner weiter, würden sich deshalb in ihrer Forschungstätigkeit in den Wintermonaten beschränken. Naturfreunde und Wanderer werden ebenfalls aufgefordert, Besuche von Höhlen zu vermeiden, um die Kleinsäuger nicht zu stören.

Autor: Michael Rahnefeld

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