Höchstens 5000 Jahre alt

BLAUBEUREN Nach neuen Erkenntnissen über das Alter von menschlichen Skelettresten aus einer Höhle auf der Schwäbischen Alb müssen Archäologen auch neu über die Erschaffer von Steinzeit-Kunst nachdenken, berichtet die Deutsche Presseagentur.

Wie Wissenschaftler aus Tübingen, Kiel und Chicago in der am 8. Juli 2004 erschienenen Fachzeitschrift „Nature“ berichten würden, seien die 1931 in der Vogelherdhöhle gefundene Menschenknochen höchstens 5000 Jahre alt und nicht wie bisher angenommen 40 000 Jahre alt, meldet dpa. Der Irrtum sei durch eine neue Datierung mit Hilfe der Radiokohlenstoffmethode entdeckt worden.

Neben den Knochenfunden waren in der Höhle auch rund 40 000 Jahre alte Kunstgegenstände und Musikinstrumente aus Mammutelfenbein gefunden worden. Sie zählen zu den ältesten Zeugnissen figurativer Kunst weltweit. „Diese Altersangaben stimmen“, bestätigte am Dienstag in Blaubeuren der Tübinger Archäologe Nicholas Conard. Man könne jedoch nun nicht mehr zweifelsfrei davon ausgehen, dass moderne Menschen, die in dieser Zeit nach Europa einwanderten, auch die Hersteller der Kunstgegenstände gewesen seien. Einzig weitere Funde – möglichst Werkzeuge oder menschliche Knochen aus der Zeit vor 30 000 bis 40 000 Jahren – könnten neue Erkenntnisse bringen, heißt es in der Meldung.

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