DNA-Material vom Höhlenlöwen analysiert

MANNHEIM/HAMBURG Deutsche Forscher haben nach eigenen Angaben erstmals Erbmaterial des Höhlenlöwen analysiert, meldet die Deutsche Pressagentur. Sie hätten herausgefunden, dass dieses größte Raubtier der vergangenen Eiszeit eine Unterart der heute bekannten Löwen ist, sagte der Archäologe Wilfried Rosendahl vom Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen der Geislinger Zeitung (Montagsausgabe).

„Die neueren Forschungen konnten endlich auch zeigen, dass der Höhlenlöwe kein Tiger war, wie einige Wissenschaftler immer wieder vermutet haben“, sagte Rosendahl.

Das Forscherteam um Rosendahl, den Biologen Joachim Burger und den Zoologen Helmut Hemmer (beide Mainz) habe DNA-Proben von bis zu 47 000 Jahre alten Löwenknochen analysiert, die bei Siegsdorf im Chiemgau und bei Kufstein gefunden worden seien. Der namensgebende Fund des Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) stamme aus der Zoolithenhöhle in der Fränkischen Alb. Seit der Erstbeschreibung 1810 gebe es die Diskussion um Löwe oder Tiger.

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