Warum Fledermäuse mit den Ohren „sehen“

TÜBINGEN Die erfolgreiche Kinderuniversität Tübingen geht im April in die dritte Runde, berichtet dpa. Nach Angaben vom Donnerstag wollen Professoren in einer neuen Vorlesungsreihe den Wissensdurst von 8- bis 12-Jährigen zu Themen wie Gewitter und Ritterburgen befriedigen.

In den ersten Semestern der Kinderuni Tübingen hatten bei jedem Vortrag 500 bis 1000 Jungen und Mädchen Hörsäle gestürmt. Die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland hat mittlerweile bundesweit die Gründung von mehr als 70 Kinderunis angestoßen.

In den acht neuen Tübinger Vorlesungen werden abermals natur- wie geisteswissenschaftliche Themen angesprochen. Zum Auftakt am 20. April beantwortet der Psychologe Michael Diehl die Frage „Warum raufen Jungs und sind Mädchen zickig?“ Später erfahren die Kinder, warum es blitzt und donnert, warum Fledermäuse mit den Ohren „sehen“ und warum Ritter Burgen bauten. Helmut Digel erklärt, wie Sportler besser werden. Themen sind zudem die Heilkunst der Ärzte, das Rechenvermögen der Mathematiker und die Lust am Geschichtenerzählen.

Die Kinderuni ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität und der Zeitung „Schwäbisches Tagblatt“. Redakteure haben auch das zweite Semester in einem Buch zusammengefasst. Die jungen Studenten wählen in diesem Jahr erneut einen Lieblingsprofessor. Kinderunis gibt es mittlerweile unter anderem in Rom, Wien, Innsbruck, Hamburg, Bonn und Karlsruhe. Entsprechende Vorbereitungen laufen in Stuttgart-Hohenheim und in Basel.

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