Eiszeitkunst im Internet

ALB-DONAU-KREIS Schon seit geraumer Zeit machen eiszeitliche Löwenmenschen in den Schlagzeilen Furore , jetzt sind sie auch im Internet und stellen sich und ihre Zeit vor.

Mit einer gut aufgemachten Website stellt der Alb-Donau-Kreis seine prähistorischen Funde jetzt ins weltweite Netz, bietet gut verständliche Hintergrundinformationen und zeigt Links zu weiterführender Literatur und demnächst auch zu Webseiten anderer Fundstätten. Mit www.eiszeitkunst.de ist man mitten drin in der Zeit vor 35 000 Jahren. Anschaulich erzählt der „Anbetende“ vom Geißenklösterle seine Geschichte. Mit Feuersteingeräten schnitzte man ihn aus Mammutelfenbein, die Menschen saßen um das Feuer und reichten ihn herum – dabei wurden Geschichten erzählt. Ein netter Einstieg, der neugierig macht auf die Hintergründe. Auch die werden in fünf Rubriken anschaulich und ohne Fachchinesisch präsentiert: „Zeit und Raum“ befasst sich mit der Landschaftsgeschichte, der Tierwelt und bietet eine Chronologie zur Erdgeschichte und den kunstgeschichtlichen Zeiträumen. Unter „Anfänge der Kunst“ werden Löwenmensch, Anbetender, Pferdekopf und Co. im Detail vorgestellt. „Entdecken und Erforschen“ gibt nähere Informationen zu den Ausgrabungen, den Arbeitsmethoden und der Forschungs- und Forschergeschichte. Die Rubrik „Eiszeit erleben“ nennt Museen, Besichtigungsmöglichkeiten der Höhlen und macht Wandervorschläge zu den Ausgrabungsorten.

Die Website ist nicht nur für Schulen, in der Weiterbildung oder für Touristen interessant, sondern animiert zum Stöbern in der prähistorischen Geschichte – nicht nur der Schwäbischen Alb.
www.eiszeitkunst.de

Aus GEISLINGER ZEITUNG, 18. Februar 2004

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