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Chronik der Höhlenforschung im
Schwarzmooskogeleishöhlensystem [von
Robert Winkler]
- 1929: Entdeckung der Schwarzmooskogeleishöhle durch
Ausseer Forscher
- 1938: Die Schwarzmooskogeleishöhle wird von einer
Gruppe um O. Schauberger und W. Czoernig auf 1,6 Kilometer Länge
vermessen und dokumentiert.
- 1940: Entdeckung der Stellerweghöhle
- 1953: Eine Gruppe um Johann Gaisberger jun. vermißt
die Stellerweghöhle auf eine Länge
von 535m bei –86m Höhenunterschied
- 1971: Die neu gebaute Mautstraße Altaussee – Loser
wird für den Verkehr freigegeben
- 1974: Die Stellerweghöhle wird von K. Gaisberger auf
etwa –200m Tiefe erkundet.
- 1976: Mitglieder des Cambridge University Caving Club
(CUCC) beginnen mit ihren
Forschungen
- 1980: Entdeckung der Schnellzughöhle durch Mitglieder
des CUCC
Entdeckung des Schwabenschachtes durch Fred Vischer.
In den Folgejahren wird die Höhle von ihm, Klaus Gebhard und Manfred
Schwaiger auf eine Länge von 2,5km vermessen. Die beiden letztgenannten
sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten
(Arge).
- 1981: Entdeckung einer Verbindung von Stellerweghöhle
und Schnellzughöhle durch Mitglieder des CUCC.
Die Schachtstrecke bleibt aufgrund der Hochwassergefahr bis heute
unvermessen.
Forschungen in der Schwarzmooskogeleishöhle durch die Speleogruppen
FHKF (Nürnberg) und VHM (München).
- 1982: Mitglieder des CUCC gelingt die Befahrung der
Schnellzughöhle bis zu einem Siphon auf 762mNN, dem auch derzeit noch
tiefsten Punkt des Systems fast 1000m unter dem obersten Eingang.
- 1983: Entdeckung des Schwa-Schachtes 144 (Tony’s
Second Höhle) von Mitgliedern des CUCC. Auch von hier gelingt es eine
Verbindung zur Stellerweghöhle zu erforschen.
Mitgliedern des FHKF und des VHM entdecken die Schneevulkanhalle
(Eishöhle).
Im gleichen Jahr gelingt noch der Anschluß an die
Schwarzmooskogeleishöhle.
Die Schwarzmooskogeleishöhle wird auf eine Länge von 2,5km vermessen
Entdeckung des Lärchenschachtes durch Mitglieder des FHKF und des VHM.
Ein erster Vorstoß von Reinhard Lemmer endet bereits nach –40m wegen
Eisverschluß
- 1985: Reinhard Kieselbach erforscht mit Mitgliedern
des FHKF und des VHM weitere Gänge im Lärchenschacht.
Nach dem neuesten Plan hat die Schwarzmooskogeleishöhle eine
Gesamtganglänge von 2560m bei einem Höhenunterschied von 197m.
- 1987: Reinhard Kieselbach entdeckt mit Mitgliedern
der HFG-KA (Karlsruhe) und des VHM zunächst die Verbindung von
Lärchenschacht und Stellerweghöhle. Im gleichen Jahr gelingt einer
befreundeten französischen Gruppe die Entdeckung der Verbindung von
Lärchenschacht und Schwarzmooskogeleishöhle.
- 1992: Mitglieder der ArGe Grabenstetten nehmen die
zum Erliegen gekommenen Forschungen von Fred Vischer, Klaus Gebhard und
Manfred Schwaiger am Schwabenschacht wieder auf.
- 1995: Nach dem neuesten Plan von Bernd Muhr hat der
Lärchenschacht eine Gesamtlänge von 1885m bei einer Höhendifferenz von
-208m.
- 1996: Von dem mittlerweile bis auf über 6km Länge
vermessenen Schwabenschachtes gelingt Mitgliedern der ArGe die
Entdeckung einer Verbindung zur Stellerweghöhle. In der Folgezeit
werden die Meßdaten der mittlerweile nicht mehr am System aktiv
forschenden anderen Gruppen gesammelt.
Die Höhlengänge werden komplett nachvermessen und zusätzlich weitere
Gänge erforscht.
Lediglich die Daten aus dem Lärchenschacht und der
Schwarzmooskogeleishöhle werden übernommen.
- 1998: Die Nachvermessung der Stellerweghöhle ist so
gut wie abgeschlossen.
Nach dem neuesten Plan hat die Stellerweghöhle eine Länge von 4.979m,
der Schwabenschacht eine Länge von 7.011m.
Die Nachvermessung beginnt nun auch in der Schnellzughöhle und in der
Tony’s Second Höhle.
- 2000: Die schon bekannte Verbindung von Tony’s Second
Höhle und Stellerweghöhle ist vermessen.
Ebenso die Verbindungen von der Schneevulkanhöhle und der
Schwarzmooskogeleishöhle und die Verbindung vom Lärchenschacht zur
Stellerweghöhle.
- 2001: Als letztes fehlendes Verbindungsglied wird
versucht die Verbindung von Stellerweghöhle und Schnellzughöhle zu
vermessen. Bis auf die tieferen Teile der Schnellzughöhle ist das
System nun nach dem neuesten Forschungsstand vollständig dokumentiert
und hat bereits jetzt eine Länge von über 26 km mit einem bei weitem
noch nicht ausgeloteten Potential.
- 2002: Die Entdeckungen in der Tony’s Second Höhle
führen die Forscher immer weiter nach Norden. Am 21.August gelingt die
Sensation: Ein Forschungsteam erreicht
die südlichsten Gangteile der Kaninchenhöhle! Damit steigt die Länge
des Gesamtsystems auf einen Schlag auf über 54 km.
- 2003: Bei einer Tour auf das Plateau wird in der Nähe
des Grießkogels ein neuer
Schacht entdeckt.
Der schon von den Engländern bekannte p87 wird angegangen. Auf Anhieb
wird ein großer neuer Schacht entdeckt. Weitere Abstiege führen in die
Not so
big chamber der Schnellzughöhle. Damit gehört auch diese Höhle zum
SMK-System. Es wird begonnen, die Sonnenstrahlhöhle zu erforschen.
Die Gesamtlänge des Systems beträgt über 56 km
- 2004: Im Grießkogelschacht endet die Forschung am
Pillepalle, einem ca. 150 m tiefen
Direktschacht wegen Seilmangel.
Der neu entdeckte Bunnyschacht führt leider nicht in die nahegelegene
Stellerweghöhle. Auch eine mögliche Verbindung der Sonnenstrahlhöhle an
das
System gelingt nicht. Deshalb steigt trotz einer guten Forschungswoche
die
Gesamtlänge des Systems nur um 250 m an.
- 2005: Der Pille-Palle (-162m) im Grießkogel wird
überwunden und einige Folgeschächte. Die Höhle endet allerdings in
engen Spalten. Es bleiben aber noch Fragezeichen im oberen Bereich.
Gemeinsam mit dem CUCC wird der obere Bereich der Wolfhöhle neu
aufgenommen.
Es kommen kleinere Strecken in der Sonnenstrahlhöhle und dem
Weiße-Warzen-Schacht dazu, die aber (noch) nicht zum SMK-System
gehören. In der Stellerweghöhle wird der Diätencanyon erforscht. In der
Schnellzughöhle wird der Dartford-Tunnel nachvermessen und diverse
Seitengänge. Die Gesamtlänge steigt damit auf 57.081 km.
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2006: Wegen Schlechtwetter findet keine Hinterlandtour statt
2006: Wegen Schlechtwetter findet keine
Hinterlandtour statt. In der Nähe der Bräuningalm wird die
Dr. Kerschner Höhle und der Suppentellerschacht wieder
aufgesucht, allerdings ohne weiter zu kommen. Im SMK-System gibt es
hauptsächlich Neuland um den Heisenbergschacht herum in der Nähe
von Alice im Wunderland. Das Highlight des Jahres sind die
Entdeckungen im Weiße-Warzen-Schacht gekrönt durch die
Entdeckung einer Verbindung zur Stellerweghöhle. Die Daten
werden im Winter darauf komplett überarbeitet und einige Längen
gekürzt (Doppelmessungen o.ä.). Die bereinigte neue
Gesamtlänge beläuft sich auf 58.210m.
- 2007: Im Hinterland werden einige neue
Höhlen entdeckt, die aber allesamt vergleichsweise kurz sind. Im
SMK-System kommen hauptsächlich im Weiße-Warze-Schacht
einige Gänge hinzu, darunter die Verbindung zum Lärchenschacht.
In der Nähe des Elf-Uhr-Lochs wird ein Meander mit Luftzug
weiterverfolgt. Die Gesamtlänge steigt auf 59.252m.
Durch die Aktualisierung der Daten der
Kaninchenhöhle ergibt sich sogar eine Länge von 59.700m.
[Stand: 11/2007]
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