ARGE Höhle und Karst Grabenstetten e.V.

Die Brunnensteinhöhle (7521/02) [von Thomas Holder]

Mit nahezu 1,5km erkundeter Gesamtganglänge ist die Brunnensteinhöhle die längste Höhle im Kartenblatt Reutlingen. Wegen ihren extremen Engstellen und etlichen periodisch überfluteten Gangpassagen ist die Erforschung der hinteren Höhlenteile ein mühseliges und langwieriges Unterfangen. Nur wenige Tage im Jahr kann die Höhle überhaupt komplett befahren werden. Eine komplette Vermessung des Hauptgangs ist bis heute nur den Pionieren Appel und Matz im Jahr 1959 gelungen.

Im August 1997 startete die Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten ihr erstes Forschungslager am Brunnenstein, um eine qualitativ hochwertige Dokumentation und Planerstellung der Höhle durchzuführen, welche dem Stand der Technik gerecht wird. Mit großem Aufwand konnte damals der Hauptgang bis zum legendären Knochenbrecherschluf vermessen werden. Die weitere Bearbeitung der Höhle stagnierte allerdings auf Grund der schwierigen Umstände.

Seit November 2007 wurden die Vermessungsarbeiten wieder aufgenommen, diesmal in Zusammenarbeit mit der Höhlenforschungsgruppe Pfullingen (HFGP). Seit dem konnte der Knochenbrecherschluf und alle Seitengänge bis zum Runzelzapfensee vermessen werden. Im September 2009 gelangen zwei Vermessungstouren bis zum Höhlenende, die Zeichnung des Höhlenendes steht allerdings noch aus.

Um die Wasserführung der Höhle besser zu verstehen und zu dokumentieren, wurden 2008 Pegellogger installiert. Organisiert und finanziert wurden diese von der HFGP und Jürgen Fodor.

Die Forschung im Brunnenstein wird derzeit von folgenden Personen durchgeführt: Jürgen Fodor, Bernd Reutter (HFGP), Tewje Mehner (ARGE), Thomas Holder (ARGE), Matthias López Correa (ARGE).

Literatur

[Stand: 10/2009]